cycle of the sun
… beyond the bounds of earth
Buntes Programm von A bis Z
… beyond the bounds of earth
Die Schafe am Schwalbenschwanz waren daran Schuld. Es gab sie bereits vor vielen Jahren an dieser Stelle und nun sind sie wieder da. Scheinbar kreuzten sich da einige Erinnerungen und Zukunftsvisonen, sodass dieses klitzekleines Ding entstand …
Wenn alte Gemäuer auch nur einen Satz sagen könnten, was ihnen in Jahrhunderten der Geschichtsschreibung widerfahren ist …
… Geschichte ist eine Seifenblase. Erschaffen von Lebenden. Morgen schon sieht alles anders aus!
Spontan entschieden, ging es mal wieder mit dem Rad ins Querfurter Umland. Aus der Idee, mal wieder zum “Roten Born” bei Lodersleben zu schauen, wurde eine kleine Rundfahrt.
An den Fichten in Querfurt vorbei, durch Leimbach, geradewegs einen eher unbekannten Feldweg entlang zu Hermannsecke. Früher verging es einem schon nach ein paar Metern, da dieser Feldweg eher schlecht befahrbar war. Dieses mal sollte es anders kommen und so konnte man eine nahezu unberührte Landschaft bestaunen. Durch ein kleines Tal mit Streuobstwiesen, Rasthütten und Plätzen, erblickten wir kurz vor Ziel 1, Hermannsecke, eine seltsame Hügelgruppe.
Würde man wie gewohnt die Landstraße in das Naherholungsgebiet fahren, übersähe man diesen Ort ganz einfach. Kein Hinweisschild, ob es evtl. ein geschütztes Biotop, oder gar Privatgrundstück ist!? Also Rad an die Seite stellen und erkunden.
So nah und doch so fern … für den ersten Moment sieht es nach einem alten Steinbruch aus. Bei näherer Betrachtung fallen sorgsam behauene Sandsteine, aber auch Mauerreste auf. Ob diese Hügelgruppe vielleicht eine alte Wallanlage darstellt? Oder doch nur ein alter Steinbruch? Oder eine alte Deponie?
Keine Ahnung! Da kann wohl nur ein Ortskundiger bzw. ein Fachmann Auskunft geben. Erstaunlich ist es schon, wenn man immer meint alles zu kennen und dabei Neues entdeckt. Dort befand sich übrigens auch ein Teppich aus Märzenbechern und zahlreichen Buschwindröschen!
Von der Hermannsecke ging es weiter Richtung Lautersburg. Lange her, als ich da mal gewesen bin. Und so bogen wir auch prompt den falschen Weg ab und kamen kurz vor wieder Lodersleben raus. Diesen Weg erkannte ich dann allerdings wieder. Dieser war mal Teil einer Schulexkursion, Mitte der 80 Jahre! Runter zum Roten Born, dessen Wasser der große Reformator Martin Luther schon getrunken haben soll, Richtung Sandborn.
Diesen hatte ich ganz anders in Erinnerung. Damals waren da kaum bzw. nur kleine Bäume. Wären an der Waldkreuzung keine Hinweisschilder gewesen, wäre man womöglich vorbeigefahren.
Nach einer Kaffeepause und Erspähung der Fledermausstation, meinte ich zu wissen, wie man zur Lautersburg, einer alten Ruine, zu kommen. Ja aber wo war die gleich nochmal? Viele Wege führen bekanntlich nach Rom, aber hier nur einer ans Ziel.
Wieder falsch abgebogen und scheinbar endlos durch den Wald geradelt. Die Burgruine fanden wir zwar nicht, aber dafür den schon immer gesuchten Köhlerborn. Wow, nach über 20 Jahren das Ziel erreicht. Dabei findet man den ganz leicht. Einfach den rechten Weg, wenn man vor dem Sandborn steht, nehmen.
So ging es in den Abendstunden zurück. Die Lautersburg wurde zwar mal wieder nicht gefunden, aber das Wetter und die Tour war schön. Ein paar Hinweisschilder mehr wären ganz nett, um sich besser zu orientieren. Wobei diese bekanntlich nicht sehr lange dem Vandalismus standhalten!
Lange Rede kurzer Sinn: Hier ist ein kleiner Ausschnitt, aus der ca. 30 km langen Radtour. Viel Spaß beim Anschauen …
(Für die Wiedergabe in HD hier klicken)
Ein kleiner Rundgang um unseren Stadtwald. Begonnen unterhalb des Eselsstieges, über die stillgelegte Bahnstrecke Querfurt-Vitzenburg, den Westhang der Fichten durchlaufen und oberhalb den Hauptweg wieder zurück zum Ausgangspunkt.
(für höhere Qualität, während der Wiedergabe 420p bzw. 720p HD anklicken)
Allerdings schaut es hier und da eher nach Herbst aus. Der Zustand der alten Schwarzkiefern ist erschreckend und lässt Zweifel aufkommen, ob dieser Wald in ein paar Jahren noch stehen wird. Aber die Hoffnung stirbt immer zuletzt … You Can’t Have Sunshine Every Day
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