musikalquadrationale Verstimmungseinheiten

Die hatte ich ja bereits zum Jahreswechsel erwähnt und einige Fragmente hin und wieder durchdringen lassen. Was ist das genau? Ganz einfach gesagt, ein neues Forschungsgebiet meiner Neuronen. Etwas spezifischer ausgedrückt, ein Erklärungsversuch von sehr komplexen naturwissenschaftlichen Phänomenen. These, Argument, Beispiel – Gegenthese, Gegenargument, Gegenbeispiel. Punkte zwischen Wahnsinn und Genie.

Ganz nüchtern betrachtet, was ist eigentlich Musik? Warum mögen wir sie und wie weit beinflusst sie uns? Ist es nur Musik, nur die Texte oder ist es einfach manchmal etwas Undefinierbares? Wie hängen Text und Musik zusammen? Denkt man auch nur 5 Minuten ernsthaft über dieses Thema nach, merkt man wie endlos lang es ist.

In der Biologie und Medizin spricht man oft von angelernten und angeborenen Reflexen. Wenn ich etwas esse, werden gewisse Prozesse aktiviert, die Nahrung verschluckt und verdaut. Andere Dinge, wie gehen oder sprechen müssen erst erlernt werden und laufen dann erst automatisiert ab. Ist es bei der Musik nicht genauso? Ja! Hören wir nicht auch nur die Musik, die uns jeden Tag umgibt? Ja!
Je nachdem wie oft man eine bestimmte Musik hört und wielange, beeinflusst es unser Verständnis dafür. Jeder der ein Instrument beherrscht und eigene Lieder schreiben will, hat irgendwas von bereits existierenden Werken darin. Das kann niemand überschauen und wieder austreiben. Der Körper stellt sich darauf ein.

Warum gehen manchmal Musik und Text eine seltsame Symbiose ein? Erklären kann man es sich aber nicht wirklich. Sind diese beiden Dinge abhängig voneinander? Nun, es gibt genug spirituelle Klänge, braucht man nur in afrikanischen Kulturen nachforschen, welche ganz ohne Text auskommen, dennoch Menschen in eine Art Trance versetzen.

Die Anzahl der Noten in der abendländischen Musik ist begrenzt. Sie wiederholen sich ab einem bestimmten Zeitpunkt nur und man könnte meinen, es gibt irgendwann keine neue Musik mehr. Nun, das könnte man jetzt einfach behaupten, aber hat nicht jede deiner Handlungen auch einen Sinn und einen Zweck? Was will ich mit Musik erreichen und sagen?

Drum spielen und Blues liegt einem im Blut sagt man. Was ist da wirklich dran? Denken wir mal um die Ecke und nehmen Texte und wandeln sie in Musik um.
Fangen wir mal ganz einfach bei meinem realen Namen an. Ich nehme mir eine Gitarre, ein Blatt Papier und notiere mir zuerst meinen Namen. Unser Alphabet hat 26 Buchstaben, die Umlaute ausgenommen. Ich zähle die Buchstaben im Alphabet ab und notiere mir die Zahlen. Diese wende ich nun auf meine Gitarre an. Ich fange auf der tiefen E-Saite an und zähle die Töne ab. Beispiel: A = 1 ergibt e.
Macht man das mit dem ganzen Alphabet, kommen seltsame, schaurige oder sogar lustige Verbindungen raus. Mit Hilfe von Midipogrammen kann man es z.B. sehr gut festhalten.

So klingt mein realer Vorname: me

Hmm, klingt für meinen Verstand wie eine Haustürglocke. Naja ok, probieren wir mal weiter und wenden das auf meinem Nick „Brummer“ an. Brummer
Mehrere Buchstaben und etwas komplexer. Hmm, schwer einzuordnen und teils etwas theatralische Verknüpfungen. Hat auch was von einem Chatsound, wenn sich jemand abmeldet.

Wie wäre es mit kleinen Sätzen? Die schönste Sache der Welt, die Liebe! Nehmen wir mal „Ich liebe Dich“. Speziell auf die deutsche Variante bezogen … uns sagen ja unsere lieben ausländischen Bewohner immer nach, wir klingen etwas streng und unlustig. Was ist da wirklich dran? Ok, hören wir es uns einfach mal an: Ich liebe Dich
Es klingt in der Tat etwas melancholisch. Was passiert, wenn wir eine andere Sprache nehmen? Nehmen wir einfach mal die englische Sprache. Von uns Deutschen wird sie oft als einfach und locker bezeichnet. Mal hören wie es da klingt: I love you
Nun, natürlich kürzer als im Deutschen und erstaunlicherweise etwas heiterer. Ich möchte das jetzt nicht an jeder Sprache oder jedem Dialekt probieren, aber man merkt schon einige Unterschiede.

Denken wir mal etwas weiter. Sprache ist auch ab einem gewissen Punkt Musik. Reicht schon Deutschland aus. Die volkstümliche Musik in Bayern klingt anders als in Thüringen oder an der Nordsee. Hat da die Sprache wirklich einen Einfluss genommen auf die reine Musik?
Zu meinen Soundbeispielen oben. Wenn man alles zusammenmixt und nacheinander abspielen lässt, erkennt man kaum noch Unterschiede, welche Namen und Sätze was sind. gesamt

Bezogen auf die Realität, könnte man es durchaus als Mainstream bezeichnen. Von jedem etwas dabei und von jedem verstanden. Kennt man ja. Das Radio nudelt einfach und gewisse Musik ist weder toll noch schlecht.
Warum dann aber noch einzelne Richtungen? Ohne diese könnte der Mainstream nicht existieren und ist von jeder andere Richtung abhängig. Eine Richtung alleine wird aber irgendwann langweilig, ist aber wiederum eine Art Identität einer gewissen Gruppe. Wenn man dies alles richtig mischt oder so lässt wie es ist, kommen die schönsten Facetten hervor. Eine einzigartige Verbindungen, welche kein Wort der Welt beschreiben kann.

Musik verbindet. Egal wie oder was, jeder Mensch auf Erden versteht das Prinzip. Unbewußt oder bewußt beeinflusst es uns ohne Ländergrenzen. Jeder Ton eines Werkes ist eng mit unserer Persönlichkeit verknüpft, mehr als wir manchmal zugeben wollen. Wie man es meinem simplen Beispiel sieht, kann man bei richtigem Gebrauch, Botschaften übermitteln. Wahrgenommen wird alles, nur halt sind sie oft nicht erklärbar.

Hmm, wenn diese Theorie stimmt, dann haben ja soviele Künstler ihre Botschaften in Musik verschlüsselt? Genau da ist die Grenze des Verstandes und das würde natürlich an Paranoia grenzen. Wo Worte enden, fängt Musik an und erklärt Gefühle und macht keine Politik. Es kann Anreiz sein zum eigenen Erwachen, aber mehr auch nicht. Es ist lediglich ein Autogramm deiner Gefühlswelt. Jede Hochspannungsleitung brummt und erzeugt Töne, aber steht dennoch an seinem Platz. Jeder der darunter steht, weiß aber für das es da ist und welchen Nutzen es hat. Was man dann daraus macht, ist eine andere Sache und liegt an jedem selbst.

Abschließend betrachtet müsste man festhalten. Es ist alles nur eine Sache der Aufnahme und der eigenen Weiterverarbeitung. Egal was du tust, es ist am Ende nur die reine Existenz, ohne Sinn, Anfang und Ende. Man war mal da, geht und kommt wieder. Ein ewiger Kreislauf.

Um es mit Worten zu beenden. Gib mir 1000 Namen, ich bin immer der Gleiche. Nur ist der Sinn und die Absicht was anderes.

So bis irgendwann …

nach

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