Alte Querfurter Ansicht um 1956

Mit der damals neuen Pouva Start meiner Querfurter Großeltern, welche für damalige Verhältnisse relativ preisgünstig war, wurde die neue Technik sogleich ausprobiert. Bei Spaziergängen wurden dann hier und da Fotos geschossen. Einige Ansichten fing man ein, welche es heute so nicht mehr gibt.

(Bild: privat)

Hier zu sehen die Burg Querfurt, von der Prof. Voigt Straße kommend. An der Bastion steht noch der Bock. Das war bis vor guten 100 Jahren auch mal ein Gasthaus „Zum Bock“. Später Wohnungen. Mittlerweile bis auf wenige Grund – und Außenmauern abgerissen.

Rechts unten die Schloßmühle und links daneben, mit Rauchfahne, die spätere Kinderambulanz. Letztere war verwaltungstechnisch der Poliklinik unterstellt. Oben drüber eine Wohnung. In den 80ern in L-Form erweitert. Status heute: komplett abgerissen
Weiterhin gab es später an der Schloßmühle einen Anbau, die Frühchenstation und daneben das Heizhaus. Beides zurückgebaut und abgerissen. Heute steht die Schloßmühle wieder in ihrem Ursprungszustand da und beherbergt Wohnungen.
Heute gibt es, in etwa der Höhe dieses Bildes, einen Mauerdurchbruch und eine Treppe nach unten in den Schloßgraben. Somit können vor allem Touristen die ehemaligen Wehrbauten hautnah erleben und erkunden. Bis zur politischen Wende und kurze Zeit danach, befanden sich dort aber auch Schrebergärten. Damals wurde eben jeder Zentimeter auch für den Obst – und Gemüseanbau genutzt. Ein Grund war wohl auch die starke Nachfrage nach Kleingärten, welche oft Mangelware waren. Heute das Gegenteil und oftmals Leerstand.

Anbei erwähnt sei noch, dass bis heute die Begriffe Schloßgraben und Schloßberg geläufig sind, es sich aber immer schon um eine Burg handelte. Lokale Eigenheiten eben.

Schule bunt

Wasn das fürn komischer Titel? Zuerst meine ehemalige Schule, die POS I Philipp Müller Querfurt, aufgenommen im Jahre 1956 mit einer https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Pouva_KG

(Bild: privat)

Man könnte jetzt mit etwas Geschick, das Foto einfärben und somit ein Farbfoto entstehen lassen. Dafür brauchts Talent und jede Menge filigrane Arbeitsstunden.
Geht aber auch einfacher, wenn auch nicht immer so professionell wie von Hand.

Mit dieser Seite: https://demos.algorithmia.com/colorize-photos

Einfach ein Foto hochladen, oder wahlweise den Link zum Foto angeben. Je nach Qualität des Ausgangsmaterials, lassen sich unterschiedlich gute Ergebnisse erzielen. Nicht alles gelingt, oder ist realistisch gefärbt.

Und so sieht meine Schule dann farbig aus. Nur noch abspeichern und so habe ich den Namen Schule bunt.

Probierts einfach aus. Viel Spaß mit diesem einfachen, aber tollen Tool.

Mai 1989

Meine letzte Klassenfahrt vor dem Mauerfall. Die exakte Bezeichnung lautet: Klasse 5 A der POS I Philipp Müller Querfurt

Es ging in die Jugendherberge am Schiefergraben in Wippra. Die Zufahrt war allerdings über Königerode. Mitten im Wald gelegen. Wunderschöne Erinnerungen. Heute Ruinen. Ein Tagesausflug ging nach Thale. Vom Hexentanzplatz mit der Schwebebahn runter, mit dem Sessellift hoch zur Roßtrappe und wieder zurück.
Hier ein paar Impressionen, direkt aus der Schwebebahn aufgenommen. Fotografiert von meinem Klassenlehrer, der mit in meiner Kabine saß.

Damals wurden die Kabinen noch durch eine Fachkraft manuell verschlossen. Heute ist alles nahezu vollautomatisch. Die komplette Schwebebahn ist komplett erneuert, um neusten Standards zu entsprechen. Und ein Besuchermagnet ist Thale bis heute. Logisch, Urgeschichte Mitteldeutschlands.
Hier ein wunderschönes Fundstück aus neuerer Zeit …

Schlossmühle Querfurt

Damals verwaltungstechnisch gar nicht zu Querfurt gehörig. Neben Thaldorf waren noch einige Güter selbständig und wurden durch Verwaltungsreformen 1929, erst direkt nach Querfurt eingegliedert.
Diese Aufnahme ist aus dem Nachlass meiner Oma und dürfte in die erste Hälfte der 1930er zu datieren sein. 1934 starb ihr Vater und man zog nach Thaldorf in die Brunnenstraße.

Schlossmühle Querfurt

Meine Oma selbst erblickte am 1. Dezember 1920 in der Schlossmühle das Licht der Welt. Rechts unten war ihre Wohnung. Später, als es Kinderkrankenhaus war, das Labor.
Heute sind dort wieder Wohnungen drin.

Heimatfest Burg Querfurt

Heißt das nicht Burgfest? Stimmt. Aber als es noch nicht so hieß, hieß es schlichtweg Heimatfest. Heute eine wundervolle Momentaufnahme aus Ommas Nachlass. Aufgenommen mit einer Pouva Start

Heimatfest Burg Querfurt am 27. Mai 1956

(Bild: privat)

Damals, nur 11 Jahre nach Kriegsende, war man mit weniger zufrieden als heute oft. Eine schlichte Volkstanzgruppe, vermutlich Bockwurst, ne Brause und für Vadder ein Bier. Angereist wurde mit Kind und Kegel und einfach auch mit dem Rad.
Diese wundervolle alte knorrige Linde, steht mittlerweile leider auch nicht mehr.
Alles bleibt anders …