Benndorf 1906

Heute einen Schwenk ins Mansfelder Land und den Vorfahren meiner Namensträger. Doppelhochzeit in Benndorf bei der Lutherstadt Eisleben im Jahre 1906.

Linkes Brautpaar meine Urgroßeltern, rechtes Paar die Schwester meiner Uroma nebst Gatte. Links neben den Brautpaaren, meine Alteltern, sprich Ur-Urgroßeltern.

Benndorf 1906

(Bild: privat)

Am Beispiel meines Uropas sieht man wunderbar, wie eng einstmals der Beruf mit dem Privatleben verbunden war. Man präsentierte stolz die Bergmannskluft.
Jetzt zu sagen „Hoffentlich erkennt sich niemand wieder“ wäre ein sinnleerer Scherz. Mögen sie in Frieden ruhen.

1906 war das Jahr, als der Hauptmann von Köpenick Weltruhm erlangte. Später u.a. mit Heinz Rühmann verfilmt.

The Uru Dolly Parton Challenge

Derzeit immer noch in aller Munde. Sie führte es vor, wie man sich in unterschiedlichen sozialen Medien präsentiert. Also immer auch schauspielert und unnatürlich wirkt.
Nachdem kürzlich auch u.a. die Syberia Reihe mitzog, habe ich mich fix ans Werk gemacht und mit meinem Avatar in Uru Ages Beyond Myst nachgeholfen.

Natürlich mit einem Augenzwinkern und einer Prise Humor.

Dolly Parton Challenge

Nun denn, Jolene, JOLENE, JOOLEEEEEN

Jacob Christian Schäffer Gasse um 1982

Der Verbindungsweg von der Querfurter Stadtkirche bis zum Fuße der Burg, hat seit jüngerer Zeit den Namen eines berühmten Querfurters. Er war u.a. Pilzexperte, Erfinder der Waschmaschine, des Holzpapiers, Botaniker, Theologe … ein wahres Universalgenie.

1718 in Querfurt geboren und 1790 in Regensburg gestorben.
Weitere Infos: Wikipedia

Früher war diese Gasse auch als Herrengasse bekannt. Eben weil es früher beim Kirchgang üblich war, dass Gesellschaften getrennt das Gotteshaus betraten. Zweiklassengesellschaft also.

In meiner Kindheit war diese Gasse ein beliebter Rodelberg, aber oft auch ein stinkendes Moloch. Es war einer der letzten Ort, an denen Abwässer noch direkt in der Gosse flossen. Nicht gerade sehr hygienisch. Im Winter fror der ganze Kram dann auch noch. Zum Glück längst Geschichte und man kann heute bedenkenlos die Stadt erkunden, es wurde nach 1990 neu gepflastert. Die umliegenden Häuser längst saniert und wohnlicher geworden. Nur wer es noch anders kannte und dies hier liest, kann sich noch in alte Zeiten hineinversetzen.

Heute eine Momentaufnahme. Der Wuschelkopf der zur Kamera rennt bin ich.

Jacob Christian Schäffer Gasse

(Bild: privat, DSGVO-konform verpixelt)

Um es mit Noten zeitlich einzuordnen. Damals war gerade eine Hochphase des Kalten Krieges. Die Welt stand mal wieder kurz vorm Abgrund zweier Supermächte.

Im Osten damals schon Kult, stellte der Udo eine simple Frage: Wozu sind Kriege da?
In Anbetracht von Defender 2020 leider immer noch aktuell, oder mal wieder.

Udo Lindenberg - Wozu sind Kriege da 2011 (MTV Unplugged feat. Coole Elbstreicher und Juri Voutta)

Halle (Saale) Hauptbahnhof 1959

Das heutige Bild wurde am 1. März 1959 aufgenommen. Es ist die Ecke von der Unterführung hoch zur Bahnhofshalle. Dieser Vorplatz heißt seit einiger Zeit offiziell Hans-Dietrich-Genscher-Platz, da er gebürtiger Hallenser war.

Halle (Saale)

(Bild: privat – DSGVO-konform verpixelt)

Es handelt sich hierbei um ein Gruppenfoto von Jugendlichen. Einer davon ist mein Vater. Es war die Zeit, als Schüler die ersten Jahren nach dem Krieg und noch bis in die 50er, nur bis zur. 8 Klasse in die Schule gingen. Mit 14 und 15 dann schon in die Lehre. In diesem Falle auf die Landwirtschaftsschule nach Seeburg. Richtige Internate gab es noch nicht, sodass man oft nur ein kleines Zimmerchen bei Privatpersonen hatte. Ein Bett, ein Schrank, Nachtschrank und ein Ofen.
Das bedeutete für viele damals, genau im Übergang von der Kindheit zum Erwachsenen von zu Hause weg und auch körperlich arbeiten.

Es war die Zeit der großen Umwälzungen und des Kalten Krieges. Bei diesen noch blutjungen Generationen fischte dann auch regelmäßig der Staatsapparat, auch weil das dortige Leben Besserung der persönlichen Situation versprach.

Wir verurteilen heute oft zu oberflächlich, zu primitiv alte Zeiten und vergessen, wie wären unsere heutigen Jugendlichen drauf, wenn man sie in jenem Alter schon in gewisse Bahnen lenkt. Wenn man nur u.a. daran denkt, dass Rechtschreibung und Ausdruck keinen Stellenwert mehr haben bei heutigen Schülern. Dann weiß man wohin das mal führen wird …