Wir sind die Borg

Warum assimilieren wir ständig, leben aber am Ende doch im Chaos?
Der Axel hat so einen tollen Blog, sowas muss ich nun auch haben!

Bis zu einem gewissen Punkt glaubt man, man bewegt etwas und freut sich auch darüber, wenn man am Ende denkt, man hat jemanden von etwas überzeugt. Man merkt aber dann auch dass sich Grenzen überschneiden und es ein imaginäres Wunschdenken ist. Bei diesem Planspiel geht es nie darum andere zum mitmachen zu animieren, sondern zu zeigen wie man selbst etwas bewegen kann.

Jeder Künstler zerbricht früher oder später daran, dass Fans an seinen Fersen kleben und ihm die Luft zum Atmen nehmen. Je besser dein Image beim Publikum wird, umso leichter fällt es dir auch den größten Quatsch zu verkaufen. Der Antrieb etwas erreichen zu wollen schwindet.
In deinem Kopf spuken irgendwann ständig fremde Persönlichkeiten rum, die du loswerden willst. Was hat es andere zu interessieren, welche Klamotten ich in meiner Freizeit anziehe, welches mein Lieblingsessen ist … Man muss es eben auch haben, nur um dabei zu sein?

Bin ich nun ein Fan, wenn ich ein Onkelz T-Shirt anziehe und vor die Personen trete, die mit Vorurteilen behaftet sind, um damit meine Rebellion zeige? Muss ich nun das gleiche Auto kaufen, nur weil es meine Idole haben? … Wo bleibt dann meine eigene Persönlichkeit?

Jeder hat im Leben Vorbilder, welche einen auch irgendwo beeinflussen. Aber spätestens nach dem Ausklingen der Jugendphase geht man seine eigenen Wege. Eigene Wege sind nicht eigene materielle Werte, sondern eigene Wertvorstellungen im Leben. Dies bedeutet auch oft, dass man sich von Menschen, welche dich eine bestimmte Zeit im Leben begleitet haben, entfernt. Wir Menschen haben Angst vor Veränderungen und lassen uns in bereits bekannten Schemen einsperren. Es ist richtig, dass wenn man etwas komplett anderes machen möchte, ein Sprung ins Ungewisse ist und einem dann oft auch Steine in den Weg gelegt werden. Wer sagt einem dass etwas einfach ist? Wenn es sowas wie Schicksal gibt, dann liegt es in deiner Hand.

Jeder der mit Geschwistern groß wird kennt es. Man verbrachte eine Zeit seines Lebens zusammen, aber irgendwann geht an eigene Wege und entfremdet sich. Das ist aber normal!
Es kann schon enttäuschend wirken, wenn Eltern irgendwann merken, sie leben ganz anders, als man es selbst gern hätte und wie es schon immer war. Solange wie man sein eigenes Glück hat, muss man es jemanden gewähren lassen.
Wir geben bestimmte Verhaltensmuster mit auf die Reise für unsere Nachkommen, aber nie unsere eigenen Vorstellungen. Je mehr man sich dies einredet, umso mehr ist man am Ende enttäuscht.

Mich hat es irgendwann einfach angewidert, wenn dir vorgehalten wird, dass deine Ahnen ja schon immer gute Mathematiker waren und jede noch so komplizierte Rechenoperation aus dem Kopf konnten. Musik war aber schon immer für mich wie morgens aufstehen und Brötchen aufbacken. Einfach mit einem Fingerschnipp, was andere wiederum so nicht können. Andere kleistern halt im 5 Minutentakt Bilder auf eine Leinwand, als sei dies das Selbstverständlichste auf der Welt, während bei mir schon die Bleistiftspitze abbricht, wenn ich auch nur ein Blatt Papier berühre.

Sicherlich gibt es immer Wege etwas zu erlernen, aber am Ende muss jeder seinen Weg gehen.
Ab einem bestimmten Grad muss man eben lernen, dass was man mag auch selbständig weiterzuentwickeln.

Nichts ist für die Ewigkeit … wenn man ständig kopiert, sich zu sehr einbindet, steht man am Ende vor einem Scheiterhaufen. Je nach Weitsicht kann das in 2 Monaten sein, in 2 Jahren, oder auch in 20 Jahren. Wir sehen oft Dinge nicht, nicht weil wir es nicht können, sondern weil wir es nicht wollen.

Ich habe Menschen getroffen, welche lange im Hintergrund waren, sich nie etwas beteiligten. Als man selber neue Wege ging, waren sie im Mittelpunkt und lebten dein altes Leben nach, jeden Atemzug, jedes Stückchen Seele, was du einstmals mit einbrachtest. Im Grunde genommen sieht die Fassade ja schön aus, weil man meinen könnte, man hat etwas Positives hinterlassen. Am Ende ist es aber nur eine Kopie und entspricht nicht der Wirklichkeit. Oft nur ein Austauschen, was es am Ende nicht wertvoll macht!

Wenn ich mich heute frage, was ich z.B. an den Onkelz toll fand, dass ich sie bis heute höre, muss ich das heute anders formulieren als damals. Mindestens 1/4 der Songs trifft absolut nicht auf mich zu, da ich weder Junkie noch Alkoholiker war. Weiterhin war es nie meine Art, mich mit farbigen Metaphern auszudrücken. Es war aber meine Zeit, in der niemand wusste wie es morgen weitergeht und da gab es harte Jungs, die einfach ihr Ding machten, egal was ihnen vorgeworfen wurde, oder was mal war. Warum sollten die ihren Namen ändern und gewisse Zugeständnisse machen, die am Ende erlogen sind? Was es gebracht hätte, sieht man ganz aktuell wiedermal. Nichts! Im Gegenteil, es wird umso mehr gebogen, gelogen, auf das sich die Bretter biegen und man Lust verspürt eine Anzeige wegen Verleumdung zu erstatten!

Was brächte es mir, mich wieder auf internationale Moderatorentätigkeiten zu besinnen und wieder dort einzusteigen, wo ich aufhörte? In der Zwischenzeit hat man einige Erkenntnisse und Erfahrungen gewonnen und würde sich am Ende selber belügen und was vormachen. Sicherlich gibt es auch heute noch Momente wo man zurückdenkt und sich fragt ob alles richtig war wie es war. Je mehr man aber nachdenkt, umso mehr Geister findet man. Da ist einfach nichts weiter als eine Erinnerung. Weder Gefühle noch Gründe, sondern maximal ein Seufzer, ach ja, der aber auch nur realitätsfremd ist.

Die wichtigste Erkenntnis für mich war wohl wie tief willst du noch sinken? Und ja, man kann auch ab einem gewissen Maß an Intelligenz Dinge tun, welche entgegen jeglicher Logik laufen. Am Ende bleibt der Geschmack von Ekel und Widerwärtigkeit, welcher dich als mahnendes Denkmal bis in alle Ewigkeiten daran erinnern wird, was du nicht tun solltest.

Und ja, es kostet Kraft Dinge nicht nochmal zu machen, aber solange wie man nie stehen bleibt und immer weiter geht, überwindet man alles. Wenn ich einmal einen Break mache, dann ist es ein Fundament für die Ewigkeit und für meine Zukunft. Ich säe keine Hoffnung für andere, so schwer dies auch nachvollziehbar sei. Ich besitze keine Hintertürchen! Tut mir leid für diejenigen, die daran glauben und Dinge sehen, welche nicht realistisch sind.

Und nein, ich habe keine Anpassungsschwierigkeiten! Es ist nur so das jeder sein Ding machen muss und dies dann zusammen mit anderen teilt. Jeder von uns ist ein Teil eines Puzzles. Jeder hat eine spezielle Form und zusammen ergibt es ein Bild. Die einen ergänzen die anderen und passen so am Ende zusammen.

Und somit ist gerade dieser Blog komplett unkopierbar. Hier geht es nicht um Qualitäten von Einzelbeiträgen, auch nicht um Statistiken im Web, sondern um den chaotischen Verlauf im Gesamtmaß. Auch ein Axel fragt sich manchmal, was er hier für einen Stuss zusammengeschustert hat. Wenn man den Verlauf sieht, kann man für den Moment nicht folgen, um was es hier eigentlich geht. Die Themen sind einfach zu verschieden, mal doch wieder linear und am Ende entwickelt es sich wieder ganz anders. Es ist eben am Ende ein Spiegel eines Teils von meinem leben der letzten Jahre. Jeder Satz, jeder Buchstabe gehört dorthin wo er steht. Dinge die passieren, fließen ein. Und wenn es wegen mir die 100. Wiederholung ist, so es auch am Ende auf einer gewissen Eben real. Wir machen nie komplett über längere Zeiträume was ganz anderes, sondern verbinden immer Vergangenheit mit Gegenwart und Zukunft. Hier steckt Seele drin, egal was es ist!
Ich muss keine Standarts von anderen übernehmen, um im Ranking des Oscar zu bekommen.

Wenn ich jemals etwas inspiriert oder beeinflusst habe und es heute noch Bestand hat, dann ist es am Ende doch sehr eigen weiter gelaufen, was mich immer wieder freut. Jeder schreibt am Ende seine eigenen Bücher und entwickelt sich eben anders als man selbst. Für mich immer wieder ein Genus in diesen Blogs zu lesen. Egal was es ist, ob es sich um wissenschaftliche Beiträge, Spaß, Alltag oder auch mal um dich dreht, es ist aber am Ende ehrlich und hat eine eigene Note.

Menschen die nur solange ein gleiches Hobby haben, solange sie sich um dich bewegen, haben bei mir keinen Platz und sind es am Ende auch nicht wert, als Freunde bezeichnet zu werden.

Am Ende ist es mir egal wie jemand aussieht, was er für einen Beruf hat, wie alt man ist … was zählt sind eigene Persönlichkeiten, mit denen man sich gegenseitig ergänzen kann. Und wenn es wie kürzlich geschehen, ein 73-jähriger Pferdezüchter ist, der für sein Hobby brennt und dir davon berichtet, ist es umso schöner, da man so immer was dazu lernt.

Im Planspiel geht es nie im Lob und Anerkennung, sondern den gegenseitigen Respekt vor anderen Leistungen.

Was bringen mir ständige Lobdudeleien wenn mal wieder ein Lied toll klingt, wenn jemand am Ende ständig an einer Ferse klebt und sich von deiner Persönlichkeit ernährt? Alles toll findet was du machst, alle Hobbies übernimmt und ebenfalls alle deine Ansichten hat?

Nein danke!

Das Geheimnis meiner Kraft: Viele scheitern im Leben daran, nicht rechtzeitig Nein sagen zu können! Die einen sind halt Menschen, während Äffchen den Gegenpol bilden!

Joar …

von

You Are You

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