Alter

Hin und wieder hört man Sprüche wie „Man wird eben älter“ und man ist ja nun erwachsen und vernünftig und so. Oft auch von Leuten, die nicht wesentlich viel älter sind als du.

Okay, mich mal selber anguck. 31 Jahre, keine 18 und keine 20-iger Jahre mehr. Muss ich nun aus diesem Grund speckige weite Jeanshosen, Strickjacken, antiquierte Hüte … aufsetzen und mich alt kleiden? Dazu noch noch den intellektuellen Look mit den Guckerchen. So tun als ob ich weise wäre …

In der Realität ist es aber oft nur so. Sonntags gehe ich in die Kirche und am Montag schlage ich meine Frau! Heuchelei lässt grüßen und nicht gerade wenig, mehr Kindheit, als Erwachsenenalter.

Hier kommt mein Ego, mein Weltbild und ich nehme mir was ich brauche. Das Gegenteil ist nicht mal in der Wahrnehmung präsent. Man hat eben die Bildung aus der Bild. Alle Menschen sind gleich und aus den Medien entnehmbar. Weil man eben ein Mann ist, sitzt man natürlich nackig am PC, möchte nur mal fix ein ONS haben. Warum? Das hat mir RTL gesagt!

Anstatt sich mal zu informieren und die gegebenen Möglichkeiten zu nutzen, wird eben vorgefertigt gedacht. Bisher hat das ja scheinbar immer so geklappt, bis man auf Menschen trifft, die anders ticken. Erst wird man angemacht und dann merkt man, hier fährt keiner in der Schiene, wie ich es gern hätte.
Oft ist es so simpel wie einfach. Es ist doch egal, ob deine Frau eine Intelligenzbestie ist. Solange du deren Vorstellungen entsprichst, genug Kohle für einen gewissen Standart scheffelst und immer mal das sagst, was sie hören will, ist der Haussegen in Ordnung. Dann wird dein Süppchen gekocht, die Beine werden hin und wieder breitgemacht und alles ist wie gehabt. Je Dümmer ein Partner ist, umso besser funktioniert es.

Aber zum Glück sind nicht alle so und ich kenne genug Menschen, die einfach nicht so sind, wie die Masse. Wer wirklich erwachen ist und einen Gegenpart sucht, sucht nicht nur rosarote Liebe, sondern auch einen besten Kumpel, Geborgenheit, Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit und Offenheit. Oft sieht man sowas erst in Notsituationen, was ein Mensch wirklich taugt. Sich ständig abzustrampeln, nur um jemanden zu gefallen ist pure Zeitverschwendung und kindisch.
Zu jedem Idioten gibt es einen Gegenidioten! Zu jedem Menschen gibt es immer ein Gegenstück! Je nach Persönlichkeit kann es schwieriger sein und mal dauern, aber es geht alles, wenn man Geduld hat.
Die Faulen nehmen alles was über den Weg läuft und bilden eine Zweckgemeinschaft. Die anderen einen Bund fürs Leben, wenn es soweit ist.

Ich weiß nur für mich, wenn ich meine es könnte passen und jemand kann sich nicht entscheiden, bin ich weg. Viele ärgern sich dann halt, na und! Die Zeit geht immer weiter, man entwickelt sich weiter und man darf nicht stehen bleiben. Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. In einem Moment genau zu wissen was man will, zeichnet erwachsene Menschen auch aus. Das hat auch was mit Verantwortung zu tun und Weitsicht.
Oder zettelt ein Land einfach einen Krieg an, in der Hoffnung es könnte vielleicht funktionieren? Eben nicht!

dunno

Ich mache gewiss nicht immer alles richtig, aber ich weiß im Moment immer was ich will. Der Rest hat nichts in meinem näherem Umfeld zu suchen. Jawohl!

Wie viele wissen es nicht oder rennen einfach aus Kompetenzschwäche weg? Zu viele!

Sich nur von Gefühlen leiten zu lassen ist armselig und ebenfalls kindisch! Be yourself or …

Schlechte Phasen haben wir alle mal. Aber sie sind es nicht wert …

Joar …

nach

You Are You

3 Gedanken zu „Alter

  1. Sunny

    So, Holla … da hab ich doch glatt wieder mal was gefunden, wo ich ein wenig von meinem Senf drüber laufen lassen kann *uargs* – naja, irgendwie muss man mir jetzt verzeihen, aber das ist einfach zu verlockend und grad hab ich Lust etwas Buchstabensuppe abzulassen.
    Beschwerden richten Sie bitte an Bino himself ^^ …er hat schließlich die Vorlage geliefert *grinst*

    Es hat mich echt zum Grübeln gebracht, dass Du sagt „Ich weiß im Moment immer was ich will“ – das stimmt für mich genau so wie es für mich nicht stimmt… Klingt doof, is aber so.

    Natürlich, es sucht jeder einen Gegenpart für sich, das geht natürlich mit Verletzungen einher, wenn man z.B. der Meinung ist, dieser Mensch passt zu mir, aber eben dieser jener welcher Mensch die Meinung nicht teilt.

    Ich weiß auch, was ich im Großen und Ganzen will – eben diese großen Blasen wie Vertrautheit, Ehrlichkeit, Geborgenheit, Zuverlässigkeit, Verantwortungsbewusstsein – Ja, aber füllen tun sich diese Blasen mit den vielen Kleinigkeiten, welche das zu etwas Begehrlichem machen und das ist von Mensch zu Mensch ja eigentlich verschieden, nicht jeder kann gleichviel Verantwortung verkraften und es ist doch unheimlich in Mode immer jemand anderem die Verantwortung zuzuschieben.

    Ich gestehe, in eigentlich so vielen Dingen weiß ich eben nicht ganz genau was ich will…da möchte ich doch z.B. noch das Etwas am Partner haben, etwas kennen lernen, was er selber mitbringt, was ich vielleicht noch gar nicht kenne. Irgendwie will ich nicht dass er einfach nur alle Vorgaben erfüllt die ich quasi aufgelistet habe … Oder ich vermute, dass ich noch nicht alle Seiten der Situation kenne, auch dann kann ich mich schwerlich auf etwas konkretes festlegen, ich lasse mir ehrlich gesagt Optionen offen bis ich mir sicher bin.
    Gut, man muss fair sein und so etwas mitteilen und ggf. mit den enttäuschenden Konsequenzen leben… aber „thats life“.
    Will ich wirklich einen so ehrlichen Partner, dass er die ganzen netten kleinen Alltagslügen auslässt, die eigentlich so gefallen? Mal ehrlich, ein „Du schaust wunderschön aus wie du bist“ am Sonntagmorgen nach dem Aufwachen, mit Haarknäuel, Froschaugen und Schlabberschlafhemd geht doch runter wie Öl oder ??? ^^
    Ich denke jemand der mir ständig die Wahrheit vor Augen halten würde, der mir Entscheidungsultimaten stellt, nur weil er sich seiner sicher ist, der würde nicht wirklich lange bzw. keine Beziehung mit mir haben – schließlich lüge ich auch ab und an recht gerne, wenn ich weiß, dass es dem anderen gefällt 🙂 und des öfteren hat mich auch eine etwas längere Bedenkzeit vor Unheil bewahrt.
    Aber das sind Kleinigkeiten und ich denke Ehrlichkeit und Co. sind dann doch eher in konkreten Situationen des Lebens gefragt – Geborgenheit, Zuneigung und eine wirkliche Partnerschaft machen wohl den anderen großen Teil des Zwischenmenschlichen aus.

    Ich bin mir nicht ganz sicher, ob nicht auch die zunehmende egozentrische Weltanschauung eines jeden Individuums es immer schwerer macht, dass sich Topf und Deckel finden bzw. eine längere Zeit zusammen bleiben.
    Denn je weniger man gewillt ist sich auch auf den Partner einzulassen, (natürlich in gewissen Grenzen) die kleinen oder größeren Unebenheiten des Partners zu tolerieren und vielleicht auszugleichen (ja Liebe ist Arbeit, Arbeit, Arbeit :P), also je individueller der Mensch wird und versucht sich diese Individualität kompromisslos zu bewahren, desto schwieriger ist es doch eigentlich, dass zwei solche Individuen zusammenpassen.
    Ist es da ein Trick der Natur, dass man in der Hochphase des Verliebtseins oft jegliche Individualität sausen lässt und sich erst später und oft verstärkt das Gefühl des Eingeengt- oder Eingesperrtseins in der Beziehung breit macht? Oder ist es eine Form der wirtschaftlichen Evolution, dass man immer mehr Lebensabschnittsgefährten hat und kaum noch lang- oder gar lebenslange Partner? Geht die Natur wirklich noch davon aus, dass man sich als „moderner“ Mensch gleich fortpflanzt sobald einen die Liebesgefühle packen? *lacht* …naja einige tun es ja… bzw. nicht wenige -.- *lacht nicht mehr *

    Ich war eigentlich von Natur aus kein Mensch der sich von Gefühlen leiten liess – entsprechend schwierig ist da das Erreichen der rosaroten Hochphase des Verliebtseins. Ich war immer eher ein logischer, taktischer und analysierender Mensch, mit Gefühlen umzugehen habe ich vorher nie gelernt, also habe ich ihnen eher misstraut als auf sie gehört, auch zum eigenen Schutz. (Mein Beziehungsleben bestand daher wohl zu Anfang eher aus Kameradschaft als aus jugendlicghen, liebestollen Eskapaden.)

    Das gefühlsmäßig unterkühlte Individuum passt ja recht gut in die heutige Leistungsgesellschaft, denn Gefühle sind eigentlich eher hinderlich wenn man sich durchschlagen will. Aber Gerüchten zufolge soll es ja einen Unterschied geben zwischen Berufs- und Privatleben …
    Anscheinend soll ja der härteste Hund des Business im Privatleben ein überaus emotionaler Schmusetiger sein, der bei Familienfilmen weint und Weihnachten für Afrika spendet. Aber kann man das immer so trennen? Ist das gesund? In der Firma an einem Tag 100 oder mehr Leute arbeitslos machen und abends daheim bei Frauchen kuscheln, mit dem verdienten Geld den Urlaub in der Karibik genießen und evtl. aufkeimendes Gewissen mit Spenden in die dritte Welt beruhigen?
    Sowas regt mich immens auf…

    Okay, kommen wir zum eigentlichen Punkt zurück. Ich hab ja irgendwann auch lernen wollen was es denn so mit dem Gefühlsleben auf sich hat – ja, das geht wirklich!
    Was ich jedoch zuerst gelernt habe ist, man verliert dabei ziemlich an viel seiner Unverwundbarkeit und es ist nicht wirklich ein angenehmes Gefühl wenn man plötzlich auch Negatives ungemein intensiv spürt – aber das ist der Preis :).

    Gefühlsarmut wird in unserer Gesellschaft oft mit Stärke, Überlegenheit und Macht gleichgesetzt, denn wem andere Dinge nicht zusetzen, der ist überlegen.
    Wer andere ausbeuten kann ohne darunter zu leiden, der ist der Stärkere und wer es schafft genug Menschen an seine Überlegenheit und Stärke glauben zu lassen, der erhält auch Macht.
    Wer „seinen Mann“ stehen will, der darf nicht zeigen wie sehr ihn Situationen mitnehmen.
    Wir sind also in der kranken Situation, dass wir Menschen belohnen und hoch leben lassen, die uns gar nicht gut tun können!!
    Man hat besonders als Frau oft (nicht immer natürlich) die Wahl zwischen dem Mann der entweder gut fürs Gefühlsleben ist oder gut für die Absicherung im Konsumleben – sprich Geld… (bissl Schwarz weiß ausgedrückt, aber doch oft sehr passend).
    Eine Frau die sich nicht unbedingt absichern muss, kann es sich leisten den Mann fürs Gefühlsleben zu suchen, entsprechend kann der Mann auch gewechselt werden – ganz individuell, wie man so schön sagt.
    Die Frau, welche meint bei dem Ihrigen nicht genug abgesichert zu sein, wird wohl ebenfalls in Erwägung ziehen sich etwas anderes zu suchen – schließlich kann sie das auch noch mit der Sicherheit für evtl. existierende Kinder begründen – Frau will ja nur das Beste…
    Beim Mann ists sogar noch einen kleinen Tick leichter, solange er sich nicht unbedingt gefühlsmäßig bindet und an der Familie hängt die er da fabriziert hat, gibt es mannigfaltige Gründe für eine Trennung von Frau, welche innerhalb der Männerschaft schnell toleriert werden, auch nicht immer und überall, aber oft genug…
    Das Betrügen z.B. der Frau ist ja eigentlich ein Kavaliersdelikt, denn schließlich ist ER mit einem höherem Geschlechtstrieb gebeutelt und es geht ja nur um Sex, die Frau sollte also auch einsehen, dass es nichts zu bedeuten hat, aber wenn Frau Mann betrügt…
    *dramatische Musik erklingt im Hintergrund*
    … die Kirche stehe ihr bei!!!!!… mit Scheiterhaufen und allem was sonst hilft…
    Die Wahl, sich einen jüngeren Partner zu suchen ist auch eher bei Männern toleriert, schließlich ist das ja gängig. Wie komisch wirkt dagegen die ältere Frau, die sich mit einem jungen Mann umgibt?

    Es ist nicht verwunderlich, dass das alles auch einen Wandel in den Beziehungen hervorruft. War es früher meist der Mann, der es sich leisten konnte Frau und Kinder „sitzen“ zu lassen, da er genug wirtschaftliche Überlegenheit und gefühlsmäßigen Abstand besaß, sind es wohl mittlerweile auch genug Frauen, welche sich diese Freiheit einfach nehmen, natürlich auf Kosten des Partners. Rücksichtslos ist beides, egal wer was macht. Aber schließlich steht ja das ICH an der Spitze unserer Gesellschaft und nicht das WIR … ein wir wird nur noch zur Erreichung von Zielen benutzt, es ist in unserer Gesellschaft nicht wirklich etwas wert – dem „eigenen Individualismus um jeden Preis“ sei Dank. Also wie soll denn Demokratie funktionieren wenn jeder nur seine Ziele erreichen will? Ich meine wir verstecken in Deutschland ja auch nur den Lobbyismus unter der Kuscheldecke der Demokratie – wir haben doch im Gegensatz zu früher nur die Wahl zwischen mehreren Wölfen im Schafspelz statt nur einem.

    Ich bin mir nicht sicher ob es ein zunehmender Schwund an Empathie ist oder ob wir einfach nur früher und besser lernen, dass uns das Mitfühlen mit anderen heutzutage eher Nachteile denn Vorteile bringt – und darauf ist doch alles ausgerichtet oder nicht? – möglichst Vorteile gegenüber anderen zu erlangen, der Preis ist doch schon lange egal. Auch eine Beziehung die nicht im weitesten Sinne vorteilhaft, ist doch zu ändern oder nicht ?

    Wegschauen ist Gesellschaftsmode, das Leid anderer ist uns doch so lange egal, bis es zu unserem Problem wird, wir nicht mehr weglaufen können oder etwas brauchen um uns ein gutes Gewissen zu verschaffen. Stellt sich uns ein Problem DANN ist es eine Katastrophe, schließlich geht es ja um uns SELBER.
    Mal ehrlich, jeder für sich:
    Wir brauchen uns nicht über den jeweils anderen Part des Geschlechtes aufregen – denn wir bauen unsere Gesellschaft selber, wir gehen immer egoistischer miteinander um und beschweren uns dann wie egoistisch andere uns selber behandeln. Natürlich gibt’s situationsbedingt immer Täter und Opfer – aber egal wer was ist – jammern tun die meisten (schließlich wird sich niemand als Täter bezeichnen, grundsätzlich ist man selber ja immer Opfer), aber sich selber ändern und trotzdem nicht zum Täter werden, das machen die wenigsten – nein lieber ist man beim nächsten mal klüger und ist selber „Verletzender“ …besser man tut jemandem anderen weh, als dass einem weh getan wird … eine andere Alternative sehen doch die meisten gar nicht mehr …
    Leider ? …

    Boahhh … ein Roman … es ist ein Roman …

    Bino? Ich denke ich hab grad was geschrieben *rofl*

  2. Axel

    Ich lese zwar mehr Sachbücher, aber auch mal Romane. 😀

    Also es ist schon so, dass heutzutage Beziehungen oft nur noch Zweckgemeinschaften sind, um sich über Wasser zu halten. Ich finde dadurch entstehen oft krasse Gegensätze und auch sehr oft gewisse Abhängigkeiten. Das Idealbild wird ja jeden Tag in den Medien serviert und wenn man daran glaubt, hat man Angst was zu verpassen.

    Rein optisch hat man schon gewisse Ansprüche, aber was nützen die, wenn man älter wird? Was bringt mir als Mann in meinem Alter ein heißer Feger, wenn die sozialen Kompetenzen zu frappierend sind? Dann sind Konflikte vorprogrammiert. Würde mir ja andersrum genauso gehen, wenn mich jemand zum Idealbild erklären würde und man sich irgendwann wie ein Nutzobjekt fühlt.
    Hatte ich schon, brauch ich nicht, will ich nicht nochmal haben. Haken dran!

    Ein gewisser Egoismus und eine gesunde Arroganz schadet niemanden, sondern fördert auch das Selbstbewusstsein. Irgendwo sollte man ja auch nicht als Jammerlappen, den anderen in ein Loch ziehen.

    Es kommt auch darauf an, wie man Beziehung definiert. Also mittlerweile weiß ich genau was ich nicht will. Papa kommt nach Hause und wärmt sich gemütlich vorm Kachelofen und erzählt sein Tagesdrama. Mama kocht fein das Essen und alle zusammen frönen dem Frieden mit dem Eierkuchen.

    Es geht ja nicht nur darum, auf Kinder aufzupassen oder ein Auskommen zu haben. Kann nur von mir reden, aber ohne gewisse Freiräume gehe ich am Stock. Egal ob es nur mal ein Buch, mal Musik, mal ein Game, mal ein Vortrag besuchen … ist, ich brauche immer einen Ausgleich und gewisse Freiräume.

    Natürlich sind gewisse Gegensätze immer ein Antrieb. Aber der muss von dir selber kommen. Warum sollte ne Frau nun Gitarre lernen, nur weil ich diese bediene? Das wäre Zwang und nervend! Wenn man es selber will, ist es auch unterstützenswert und kein Thema, aber nicht auf Zuruf. Sowas führt nicht selten zur Co-Abhängigkeit. Nur sich gut fühlen, wenn der andere sich gut fühlt.

    Zusammensein aber doch noch irgendwo getrennt. Ich dachte früher ich bin schon schlimm, aber mal so nachdenk, das manche nicht mal ne halbe Stunde alleine außer Haus gehen können. *schauder*

    Das Problem ist aber auch, dass sich geistige Gegensätze irgendwann aufpushen und zum Scheitern führen. Viele Dinge kann man selber lösen, wenn man will. Jeder macht Fehler. Man braucht die um zu lernen.
    Wenn das Essen mal nicht schmeckt und überkocht, macht man es beim nächsten mal besser. Der eine lernt schnell und der andere nicht. Man muss es nur wollen!

    Familie ist aber nicht alles. Liebe gibt es auch unter Freunden, wenn sie sich auch anders zeigt. Gewisse Menschen sind mir nicht egal. Freundschaft ist nicht nur immer was Nettes zu tun, sondern eben auch mal Klartext zu reden. Ich sehe es immer situationsbezogen und wenig auf mich bestimmend. Auch heute noch kennen einige meine Art, Dinge zu sagen wie sie aussehen und darauf zu pochen. Wenn man eben Vater wird, zwar seine Pflichten erfüllt, aber irgendwo noch seine alte Welt haben will, mache ich jedenfalls den Mund auf und male die Zukunft aus. Am Ende ist es auch nur gut gemeint, was auch nie ein Störfaktor war,

    Aber auch das ist nicht alles … irgendwas will man hinterlassen. Nein, keine Denkmäler oder Urkunden, TV Star oder was weiß ich noch. Einfach nur seine Art zu leben, seine Erfahrungen weiter zu geben und etwas im Leben bewirkt zu haben und sich auch irgendwo zu engagieren.

    Mir ist es eben NICHT egal, dass unsere Gesellschaft krank geworden ist. Muss ich aber auf die Straße rammeln, gröhlend zu ner Demo gehen? NEIN, ich fange bei mir an und wenn irgendjemand, auch du gerade, über Themen nachdenkst, ist das schon ein kleiner Anfang. Es geht nicht um das Nachahmen, sondern das eigene Denken und ggf. Umdenken. Wir können leider immer weniger selbständig denken und brauchen für alles einen Sündenbock.

    Und wenn es hier speziell eigene negative Erfahrungen oder auch schlechte Phasen sind. Man denkt sich evtl. so möchte ich nicht leben, bewirkt es trotzdem etwas. Je intensiver man sein Umfeld betrachtet, umso feinfühliger wird man.

  3. Sunny

    Moimoin 🙂 *kaffeekanne hinstell*

    Ich seh schon … das Thema hat Potential *g* …

    Ich bin ja heilfroh, dass ich sehr glücklich mit meinem Deckel bin und mir nicht ständig Gedanken um mich und andere machen muss in Bezug auf eine mögliche oder beginnende Beziehung *zwinkert*…

    Die ganze Situation ist schon Grübeleischwanger genug, weil man sich eh oft genug Gedanken über sich selber und Alltagsprobleme macht.

    schlaftrunkene Grüße aus sonnigem Nürnberg
    von
    Sunny

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