Das Unterton

Ja liebe Leserinnen und Leser, ihr habt komplett richtig gelesen. Unterton ist sächlich. Warum? Fangen wir mal ganz kleinlich an. Oft wird einem ja gesagt, man würde mit einem komischen Unterton reden. Menschen die sowas von sich geben, haben schlichtweg einen an der Waffel. Den Begriff Unterton gibt es lediglich in der Musik.

Begriffserklärung Unterton

Man kann natürlich mit verschiedenen Frequenzen reden, aber niemals einer allein einen ganzen Akkord von sich geben. Denken wir mal weiter. Setzen wir voraus, Dur = lustig und nett und moll = traurig und aggressiv. Um dies zu wechseln, müssen wir immer mindestens einen halben Ton verschieben. Sehen wir uns einen einzelnen Ton an, so ergibt er weder Dur noch moll. Geht ja wie gehabt nur in Gruppen. In Gruppen aber schon.
Um es mal wieder auf zwischenmenschliche Gespräche zu führen, kann also ein Gespräch mit einem Unterton, gar nicht zu zweit geführt werden. Weiterhin ergäbe sich auch rein linguistisch kein logischer Zusammenhang, wenn man es auf beide Geschlechter beziehen würde. Der Unterton des Mannes und der Unterton der Frau? Nanu, männliche Frauen?

Hat man den Eintrag in der Wikipedia so halbwegs gegessen, so findet man ganz unten einen Verweis auf den Untertongesang.

Das klingt schon wesentlich interessanter. Strohbassuntertöne und Kehlgesanguntertöne. Unten und Oben könnte man auf Anhieb assoziieren, was wiederum dem Unterton aus der Musik ähnelt.
Wenden wir das Ganze nun auf das erhabene Gebiet der Philosphie an. Wir wissen auch hier, wir können nur eines reden. Gibt es aber vielleicht einen Trick, wie man dies überlisten und dennoch beides gleichzeitig kann? Genau genommen wäre es, ich sage etwas, meine aber was ganz anderes. Da steckt auch etwas von Symetrie drin.
Es gibt helle Köpfe und nicht so helle Köpfe, auch Hohlköpfe genannt. Rein wissenschaftlich gesehen, gehören beide zusammen, ähnlich wie Plus und Minus beim Magnetismus. Beide ziehen sich an und kleben aneinander. Nicht umsonst sagt man umgangssprachlich „Gegensätze ziehen sich an!“
Bei den Köpfchen spielt allerdings die Position eine nicht unwesentliche Rolle. Die Hellen sind oben und die Hohlen unten. Die Hellen sind von der Geschwindigkeit her gesehen die Schnellsten und die anderen die Langsamsten. Die Schnellen brauchen die Langsamen, um von deren Hohlität zu leben und die Langsamen brauchen die Schnellen, um sich an denen festzuklammern, mangels Eigeninitiative. Gegenseitige Abhängigkeiten also und eine Frage der Geschwindigkeit. Im Jargon könnte man sagen, Macht und arme Leuchte.

Um diesen humanoiden Magnetismus etwas besser zu erläutern, habe ich 3 kleine Präsentationen vorbereitet. Bitte Licht aus …

Für die nicht ganz so hellen Köpfchen, eine starre Variante davon …

de

Naja und natürlich extra was mit Unterton aufgenommen: Unterton.mp3

Wir lernen also daraus, ein reines Untertonverhalten ist nicht möglich. Man muss sich dazu immer diverser Hilfsmittel bedienen. Dazu braucht man immer mindestens 3 Personen. Häufige Anwendungsgebiete im täglichen Leben sind Fremdgehen (Betrüger, Liebhaber, Betrogener), Politik (Regierung, Mitläufer, Steuerzahler), Kabarett (Politik, Künstler, Publikum), Internetforen (Forenteam, Mitglieder, Trolle), Medien (Dieter Bohlen, Blindfische, Aktivisten) und vieles mehr.
Je nach Konstellation der sich zueinander beziehenden Personen, ergeben sich Dur oder moll Akkorde. Je häufiger und abwechslunsgreicher, ergeben sie orchesteriale Meisterwerke, oder eben 0815 Kellerbeat.

Dies kann dann weiterhin in Kategorien wie Humor, Ironie, Sarkasmus … eingeteilt werden. Aber das ist ein anderes Thema.
Danke für das Zuhören, wir sehen uns morgen zur gleichen Stunde wieder. Schulschluß!

(Bitte Stühle ordentlich ranstellen und keine Kippen auf den Schulhof werfen!)

So bis irgendwann …

nach

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