Ich werde Minister

Wer mit Dynamit heizt, muss sich nicht wundern, wenn einem der Ofen um die Ohren fliegt.

In Krisenzeiten rollen immer Köpfe. Politiker treten aus den merkwürdigsten Gründen zurück. Im Bereich Wirtschaft angeblich aus Altersgründen. Ich kann mich nicht erinnern, wann dies mal der Fall war in der Politik!
Mittlerweile weiß man aber, dass der wahre Grund ein ganz anderer ist und angeblich mit innerparteilichen Problemen zu tun hat. Das klingt logisch, aber ist wohl am Ende auch so, dass niemand für die sich anbahnende Superkrise verantwortlich sein will. Davon abgesehen, hatte ein Wirtschaftsminister noch nie was zu melden. Wenn man bedenkt, wie viele Abgeordnete von der Wirtschaft regelrecht gesponsort werden bzw. ja selbst tief in jene Kreise verfilzt sind, kann man sich ja die Macht am Ende selber erklären.
Man stellt halt irgendeinen Herren ins Amt, der bei Problemen als Buhmann für alles verantwortlich gemacht werden kann.

Soo, einen neuen Buhmann haben wir bereits, unsere neuen Wirtschaftsminister Freiherr zu Guttenberg. In dieser scheinbar schweren Zeit, brauchen wir kluge Köpfe, welche genug Erfahrung mitbringen, um diese Krise zu meistern.

Denkt man, da gewisse Aussagen in der Öffentlichkeit, nicht konform mit der Realität sind, wie das Magatin ZAPP feststellte. Gleiches Spiel bei Panorama.

Nanu? Der Mann ist ja nicht wirklich der, von dem nun alle dachten er sei DER Experte!? Vielleicht erschließt es sich ja auch aus der Ahnenforschung?

Na wenn das so ist, bin ich auch als Wirtschaftsminister geeignet. Meine glorreiche Ahnenreihe hatte kaisertreue Großindustrielle, Aktionäre in der freien Wirtschaft, Kommunisten und auch Nazis. Die ganze Bandbreite der europäischen subkulturellen Geschichte ist vertreten. Wenn ich mal die unliebsamen Leute, wie die wahre Geschichte mit den Nazifunktionären und den Zwangsarbeitern ausblende, waren auch einige Ahnen im Widerstand. Schon habe ich eine reinere Weste und eine bessere Ausgangsbasis.

Ich schweife etwas aus und erinnere mich gerade an die JBK Show als der Journalist Henryk M. Broder im Bezug auf das Thema Pius Bruderschaft anmerkte, dass man den Nationalsozialismus nicht bekämpfen muss, da er schon lange vorbei ist. Das war ein sehr weiser Satz, welchen ich nur zustimmen kann. Man muss am Ende nur dafür Sorge tragen, dass dies nicht wieder passiert und vor allem die Fakten nicht verdreht werden.
Leider werden diese Dinge immer personifiziert und als Grundlage für Lebensläufe und Kompetenzen genommen.

Ich meine wenn ich meine Ahnenreihe nun nehmen würde, so wäre es einfach mich in eine Ecke zu schieben. Es mag sein, dass man mit seinem Namen für etwas steht und auch eine gewisse Verantwortung für die Zukunft bringt, aber am Ende ist man sich selbst und seinen Handlungen überlassen. Für mich bedeutet es, ich bin ein Produkt dieser Zeit und nicht eines, was vor mir passierte.

Ansonsten treten eben solche Fälle von Realitätsverzerrung, Heuchelei und Hochstaplerei auf.

Man muss aber nun nicht auf diesen einen Menschen rumhacken. Diese Praxis ist in allen Bereichen zu finden. Auf Teufel komm raus Lügen dass sich die Balken biegen, um sein Ego weiter nach oben zu bringen. Ich könnte dies heutzutage durchaus machen, mich mit gewissen Umständen der lebenden Ahnen zu schmücken und Kapital daraus schlagen. Aber ich bin ich, schmücke mich ungern mit fremden Federn und stehe nicht auf Äffchen, die sich nur damit zufrieden geben, was Angehörige leisten. Ich habe meine eigenen Fußspuren!

Was mir sowas sagt? Ein weiterer Schritt, seine eigene Regierung im Land nicht ernst nehmen zu können. Hoch lebe die Anarchie, wenn jeder sowieso schon macht was er/sie will!

Wie bei ZAPP bereits erwähnt, steht dies nun auch in meiner Zeitung …

Joar …

von

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