kollektive Philosophie

Was ist denn das schonwieder? Ein Kunstwort? Eine neue Form von Gruppentherapie? Nun ja, nee! Einzeln genommen ein Thema, was hier schon mehrmals beschrieben wurde und von dem es Unmengen an Lektüre bereits gibt. Aber nicht so speziell wie das was ich meine.

Wir schreiben das Jahr 2008. Da bin ich, eine Frau mittleren Alters und ein sehr guter Kumpel. Wir 3 stehen irgendwie alle vor einer Partnerwahl. Alle haben nicht das Problem einen Partner zu finden. Im Gegenteil, wenn es danach geht, bräuchte man sich nur das Beste rauspicken und alles wäre vorbei.

Anbei zu diesem Thema wiedergefunden und passt gerade hier rein: Doch ich wollte es wissen

Da kommen dann schon immer mal so Sprüche wie: „Wie kannste denn diesen Feger von der Bettkante schubsen?“ Hmm, nun, es gibt auch andere Mütter mit hübschen Töchtern. Wenn es nur um den Spaß ginge, so wäre der Vorrat wohl bis ans Ende meiner Tage gedeckt. Will man das? Hmm, nö! Wird ja irgendwann langweilig und ist dann auch nichts Spezielles mehr. Also begibt man sich auf die Suche der Einmaligkeit. Spinnen wir den Faden mal weiter. Würde man eine Liste anfertigen, kann man mindestens 50 % schonmal streichen. Die anderen verlieren schon nach nach dem ersten Gespräch und der Rest entpuppt sich im Laufe der Zeit als Schauspielerei. Es bleibt nichts übrig. Was ist daran falsch? Nun, wer sucht findet schon was, aber nie das was man wollte. Woher soll denn sonst diese Anziehungskraft kommen, wenn alles so einfach ist? Dieser Moment, wo jemand unerwartet in dein Leben tritt, es plötzlich Klick macht und merkt: Hey dieser Mensch tickt genau wie ich und könnte ein Klon sein!

Eigentlich nichts Neues und kennt jeder, aber nicht jedem ist es auch wirklich bewusst. Das Erlebnis vor kurzem war schon sehr einschneidend. Muss es wohl verdrängt haben, das ich ja ursprünglich Medizin studieren wollte. Je länger dann die Rückblendengeschichte wurde, umso mehr Unverständnis kam auf, warum dies und jenes so lief. Scheinbar haben mich die 7 guten geister irgendwann verlassen, oder hatte ich sie selber verjagt? Im Endeffekt ist es eben so und ich bin ein Kind dieser Zeit und es geht immer weiter.

Da sind immernoch die 3 Personen. Alle 3 haben irgendwie Eigenarten, welche sie früher nicht hatten. Alle 3 vom Prinzip her gleich. Manche Dinge kann man nicht selber sehen, sondern nur über andere und dann als Feedback zu sich selber zurück. Wenn man über Jahre zur falschen Zeit am falschen Ort ist und permanent den falschen Leuten ausgesetzt ist, übernimmt man deren Persönlichkeiten. Ist wohl eine Art Selbstschutz, da man nicht mehr sieht, wo das Problem ist udn sich dem Selbsterhaltungstrieb wegen anpasst.
Ich verstehe nun nach 4 Jahren diese Dame und was sie mir immer sagen wollte. Auch sie hat eien große Auswahl an potentiellen Partnern und kickt einen nach dem anderen.
Warum meckerte ich mehrmals mit nem Kumpel, weil er sich relativ oft nach neuen Abenteuern umsah? Wird man emotional tief verletzt, sucht das Unterbewußtsein die Schuld zuerst bei sich selber und man ahmt gewisse Dinge nach, ohne es zu merken.
Oder wenn dich Menschen ansprechen und sich Gedanken über deine neuen merkwürdigen Hobbies machen und sich fragen wer da gerade an deinem Verstand nagt, weil du so anders bist. Das man in einer Beziehung, oder wegen mir Ehe auch gewisse Freiheiten abgeben muss ist schon normal und nicht schlimm. Sind dann Kinder im Spiel, hat man vor allem eine Verantwortung. Nicht nur weil man mal was kauft, damit die kleinen Geister friedlich sind. NIcht nur mal aufpassen, damit sie keinen Blödsinn machen. Sondern weil man ihre Lebensgrundlage baut. Das geht nur in den ersten Lebensjahren. Wenn unsere Nachfahren schon als Kind einen Dachschaden haben, dann kann es später nur noch schlimmer werden. Im Extremfall züchten wir so Psychopathen und Soziopathen ran und im harmlos-schlimmen Fall tyrannisieren sie dann im Alltag wie Beziehung, Erziehung usw. ihre Mitmenschen. Sieht mal leider nicht selbst und nur dann, wenn es zu spät ist.

Und dann noch dieses Telefongespräch, was der Auslöser für diesen Blogeintrag war. Grundsätzlich lustig, da ich sagen müsste: Du bist ja och nicht besser!
Aber mein Kumpel hatte sowas von Recht: Der IQ muss schon stimmen. Wenn du ne blöde Freundin hast, wirst du irgendwann genauso blöd!
Genauso ist es, denn Umgang formt. Diese Tatsachen verdrängt man zu oft und rennt nur noch als hormongesteuertes Wesen durch die Botanik.
Warum muss ich nach einer Beziehung unbedingt eine Neue haben? Vermisse ich was, muss ich jemanden was beweisen? Brauche ich einen Pausenfüller bis zum nächsten festen mal? Ist es ein Alibi, um etwas anderes zu vertuschen? Mindestens eine dieser Fragen trifft fast immer zu und oft mehr als eine. Erkennt man dies erstmal, so merkt man, das man es nicht haben muss und nicht braucht.
In der letzten Zeit höre ich von so manchen sehr oft, sie haben das Gefühl nur noch zu funktionieren. Medizinisch gesehen würde man wohl eine Depression diagnostizieren. Mag stimmen, aber der Grund ist wohl eher: Man hat sich den falschen Menschen gesucht. Früher dachte ich immer, ich mache was falsch und es geht nur mir so. Man muss eben gewisse Dinge selber erleben, damit man in Zukunft gewappnet ist. Auch wenn man bestimmte Sachen auch so weiß, ist es was anderes, wenn man es nicht nachfühlen kann.

Im übertragenem Sinne: Klick

Genauso ist es ebenfalls. Manchmal ist man einfach nur temporär einsam und steuert ohne Verstand in sein Unglück. Das muss man erleben, reinfallen, trauern und dann erkennen das es so einfach sein kann und in Zukunft vieles löst, wenn es einem bewußt ist. Wenn man es begreift, macht man es auch nur einmal mit. Ich meine wenn dich Außenstehende auf ein gewisses Thema ansprechen, du per Rechtfertigungen und Schönrederei im Dauerstreß bist, dich Oberflächlichkeiten ankotzen und du Erfahrungen von anderen nicht wahrhaben willst, wird es Zeit die Konsequenzen zu ziehen. Das heißt: Gehen!

Hinterher ist jeder schlauer und auch ich kann über Sprüche lachen wie „Wo haste denn die offjejabelt?“

Fakt ist: Grundvoraussetzung für eine dauerhafte Beziehung ist bedeutet für mich in erster Linie ein gewisses Maß an Intelligenz und Standfestigkeit im Leben. Freundschaften können viel aushalten, aber sind was anderes und keine Basis. Oberflächlichkeiten, gewisse Orientierungsschwächen ob nun immer alles gerade richtig ist oder nicht, fehlendes Verantwortungsbewußtsein und heuchlerische Anpassung gehören nicht in meine Vorstellung. Und vor allem nicht abgeschlossene Vergangenheitsbewältigungen von Ex Partnern. Gerade das Thema hat mich mal ne zeitlang angefressen und war dann selber in der Schiene, was sich dann wiederum auf andere übertrug. Naiv wie man sein kann, zerstört man sich nur selber damit. Und ich hatte gerade bei diesem Thema sowas von Recht und mehr als einmal. Und ich bin sowas von froh, das ich kein Papa geworden bin. Warum? Weil ich dieses eine mal auf andere gehört habe. Manchmal muss man eine Art Razzia am Anfang machen, die Lage begutachten und dann erst hereinspazieren, wenn alles sauber ist. Hab nun wirklich keine Lust dazu, für Probleme anderer gerade zu stehen. Und schon gar nicht als Objekt benutzen zu lassen.

Wer meint man müsse am Anfang einer Beziehung nicht alles erzählen, der wird das Nachsehen haben. Irgendwie auch unlogisch. Ob ich es nun gleich erzähle oder später, die Tatsachen ändern sich nicht und später macht es eher schlimmer. Wenn man ehrlich genug ist, ist das schon die halbe Miete, man weiß woran man ist und kann dann entscheiden ob man etwas verkraftet oder nicht. Wer einmal etwas bestimmtest, macht es immer wieder. Die Frage ist nur wann und wie.

Was mal war sollte man nur soweit nicht vergessen, um es als Erfahrung für die Zukunft zu nehmen. Den Rest sollte man einfach vergessen und zum besten Feind machen. Warum sich mit Altlasten quälen, welche man eh nie wollte? Eben!

Menschen die einen um Hilfe bitten, werde ich natürlich immer gern entgegenkommen. Aber nicht soweit, das es zu einem Zusammenleben führt. Auch wenn hier und da nicht immer alles rund gelaufen ist, so komme ich doch aus gutem Elternhaus und hatte eine ordentliche Erziehung genossen. Genau aus diesem Grund kenne ich es nicht anders und meine Vorstellungen gehen auch in die Richtung. Ich bin nun mal kein Ersatzpapa und Kuschelbärchen für Frauen, welche nie einen echten Vater hatten und einen ständig um Hilfe anbetteln. Ich muss nicht dauernd mit Geschenken und diversen Aufmerksamkeiten kommen, um mein Interesse zu beweisen. Wenn man etwas ernst meint, weiß man genau das man da ist und auch so einspringt und sich verlassen kann. Warum sollte ich für gewisse psychische Schäden aufkommen, wo ich nichts dafür und mich nie und nimmer reinfühlen kann? Warum? Weil ich es halt nie erlebt habe und nicht kenne. Nur Gleichgesinnte verstehen sich.

Das Planspiel Leben ist eben kein Kindergeburtstag und es war noch nie einfach das zu finden, was wirklich passt. Aber genau das macht es einmalig und nicht austauschbar!
Was bedeutet das für meine Zukunft? Nun, es gibt immer 3 Wege. Als erstes der Gedankenaustausch und die Ehrlichkeit die eigenen Probleme zu nennen. Wer dann gleich zu Beginn schon drangsaliert und meint, man müsse von heute auf morgen alles ändern hat dann nur noch 2 Wege offen. Weg 1 = sofort aus meinen Augen Weg 2 = andere Seite und Freundschaft
Die Tatsache das jeder Mensch nahezu einmalig ist, lässt einem klar werden, das es schwer ist das Gegenstück zu einem zu finden, das genauso ist wie man selber. Und ja, je höher der IQ und gewisse Fähigkeiten, umso schwerer nochmal. Egal welcher Stand, das Gefühl einer geistigen Überlegenheit ist genauso grausam, wie das der geistigen Unterlegenheit. Der eine stochert ständig rum um seine Unterlegenheit zwanghaft abschalten zu wollen und will das Gegenteil beweisen, während der andere keinen Angriffspunkt hat, was es nur noch verschlimmert und in gewissen Ausbrüchen endet. Je größer das Defizit, umso geringer die Chance der Beständigkeit. Das war schon immer so und ist logisch! Manche sehen das erst nach Jahren und manche gleich.

Kleine Geschichte, welche sich wirklich zugetragen hat: Treffen sich 2 in einer Entzugsanstalt für Alkoholkranke. Beide schon ziemliche Wracks und bereits totgesagt. Auf einmal merken sie, dass sie sich lieben und wollen ausbrechen. Von heute auf morgen sind sie da raus und stützen sich gegenseitig. Beide wissen genau wie sich das Leben danach anfühlt und wie schwer es sein kann. Ende des Liedes: über 20 Jahre schon verheiratet und sich teils in gewisse leitende Positionen hochgearbeitet.
Wer da immernoch auf den alten Tagen rumhackt ist nur neidisch und überblendet nur die eigene Unfähigkeit, sich verändern zu können. Vor solchen Leuten ziehe ich immer den Hut und habe einfach Respekt! Das sind die wahren Helden des Alltags und das ist auch wahre Liebe!

Wer meint alles sei nur eine Frage des Geldes, wie sich was entwickelt, verdient mein aufrichtiges Beiileid und hat nie gelernt wie schön das Leben sein kann. Liegt wohl daran, das es immer da war. Ich nie hungern musste und immer das hatte, was ich brauchte. Wenn einer mal nichts oder nicht viel hat, wird es halt umverteilt. Eher ein Nutzeffekt zur Grundversorgung. Bei mir fehlt einfach der Trieb, soviel anreichern zu müssen, das andere vor Neid platzen.
Ich nenne es mal das Kinski Syndrom. Aus armen Verhältnissen stammen und dies später durch ein Leben im Luxus ausgleichen müssen und es als Lebensziel zu betrachten. Diesen Defekt in meiner Entwicklung hatte ich „leider“ nie.

Wie sieht die Zukunft nun wirklich aus? Gesucht wird schon lange nicht mehr. Es werden mit Sicherheit noch diese und jene holde Schönheiten vor die Frage gestellt, Beziehung oder Freundschaft oder gekickt. Mittlerweile interessiert mich dieses Thema nur noch insofern, um Beziehungen von anderen zu kitten. (was mir kürzlich mal wieder gelang *stolzbin*) Und wenn dann doch mal wieder der hormonelle Frühling kommt und man was aus Einsamkeitsgründen tut und nicht wollte, dann ist es eben so und man wird sich dann mal wiedermal darüber klar und liest das hier bestimmt dann wieder.

Fest steht: Ich bin gut erholt und bin nun wieder bereit für eine ernsthafte Beziehung. Nicht das es in der Vergangenheit nicht ernst gemeint war. Nur klebte da noch zuviel Altlast an so vielem. Es ist das ganze Umfeld was man zuerst ändern sollte. Wenn man wirklich in die Zukunft bauen will, muss man altes mit einer Ladung Dynamit einreisen und hat genug Freifläche für einen Neubau nach seinen Wünschen. Und meine Explosion war gewaltig und hat so vieles scheinbar in Mitleidenschaft gezogen. Aber auch nur scheinbar, denn das Haus drohte von allein einzustürzen. Wer bis hier her mitgelesen hat, wird es verstanden haben und schwebt mit Sicherheit auf meiner Wellenlänge und ist vor allem gewiss nicht oberflächlich! Ich wollte nie einen sanierten Altbau haben, gefüttert mit Erinnerungsstücken aus alten Tagen. Das mache ich als Rentner wenn ich nicht mehr laufen kann, aber nicht jetzt, wo man noch nicht mal das halbe Leben vorbei hat. Und ja, man hat schon eine gewisse Grundangst, wenn man etwas zerstört, was man über Jahre aufbaute. Aber der erste Schlag der Zerstörung gibt einem vor allem Kraft was neues zu bauen. Man gewinnt vor allem Stärke wenn man es tut.
Stell dir vor, du wolltest schon immer in Amerika wohnen und es war schon immer dein Traum. Du stehst jetzt einfach auf und tust es. Spürst du dieses kribbeln in dir, das du das gerade einfach tust?
Ob ich auf die Anfrage dieser Künstleragentur eingehen sollte? Genau genommen ist es einer meiner Kindheitsträume. Ob es Sinn hat? Nun, wenn man nicht weiter eingeht, wird man sich das ewig fragen. Vielleicht ändert sich morgen alles schlagartig, oder es bleibt nur ein Traum. Wenn man nicht nachgeht, wird man es nie wissen!

Diese ganzen Zeilen wurden vom Leben geschrieben und die anderen 2 Personen waren maßgeblich, in Form von Erlebnissen und Inspirationen, daran beteiligt. Manches sieht man nur in Gruppen. Egoisten sind noch nie weit gekommen und können noch nicht mal über den Tellerrand gucken.

btw. Bitte keine Bekundungen mehr zu meinem so tollen Talent, das man es selber hat und ständig teils penetrant unter Beweis stellen muss. Ich bezeichne mich als Bauchfühler und leite alleine meine Wege in eine zweisame Richtung, während die andere dies auch tut. Und das ohne Worte!

Soo, ich habe dieses Wochenende mal ganz alleine nur für mich und geniese das auch in vollen Zügen. Das bedeutet Party und Lodderleben! Die Getränke bitte selber mitbringen und wer Lust dazu hat anrufen oder das Kontaktformular nutzen.

Jenau!

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