magnetisches Herz

Seit geraumer Zeit begebe ich mich in neue Gefilde des Internets; andere Communities. Alles ist neu, alles ist ungewohnt und nichts passiert. Dann tut sich doch irgendwie was und wieder nicht. Auf einmal ist alles ganz anders und es klappt. Wo lebe ich eigentlich? In einer Zeitschleife? Genau wie einstmals. Nur mal gucken wollen und kleben bleiben.

Innerhalb von knapp 2 Wochen, bei anfangs nur sporadischen Besuchen, einen Freundenkreis von 9 Leuten aufgebaut. Ja ich bin ein Held! Oder doch nicht?
Was sind denn das alles für Leute? Eine liebe nette Bekannte erstmal, welche ich nun schon eine Weile kenne und sich beim Lesen angesprochen fühlt. 🙂
Ansonsten, man kommt teils ins Gespräch und stellt Freundesanfragen. Nicht einfach so weil man die zwanghaft braucht. Nein, die Profilbeschreibungen sind entscheidend. Alter, Aussehen, Herkunft völlig nebensächlich.

Aber!!! Was mich schonwieder ins Grübeln bringt. Ich scheine einen Magneten im Herzen zu haben, denn ich ziehe wiedermal genau die gleichen Menschentypen an. Wann und und wie oft das jemals so war ist egal, aber es ist wieder so.

Hilfe, ich habe ein Problem Keine Panik, ich helfe dir und erkläre alles

Erst fluchen, keine Ahnung haben wie man etwas macht, dann helfen und plötzlich hat man die liebsten Menschen um sich.
In irgendeiner Fachzeitschrift, meine ich gelesen zu haben, dass man immer dazu neigt, die gleichen Menschen zu finden.
Vielleicht bin ich eben so und kann gar nicht anders? Meine Schwester meinte ja schon immer, ich sei der Lehrertyp. Oder meinte sie Belehrer? Keine Ahnung, aber da scheint wirklich was dran zu sein. Jetzt sehe ich es sogar selbst. Vielleicht meine Lebensaufgabe, mich um schwierige Fälle zu kümmern?

All das, was in den vergangen Jahren so passierte, scheint sich wiedermal zu wiederholen. Hätte mir das jemand vor einem Jahr gesagt, hätte ich ihn für verrückt erklärt.

Es fängt wieder an. Es kribbelt, es setzt aus, es beginnt sich zu entwickeln. Ich weiß nun genau was morgen ist …

Wo ich mich woanders entfernt habe, bin ich woanders schon mittendrin. Jetzt weiß ich genau was ich habe, was ich will und gebe mein magnetisches Herz nun nicht wieder her.

Die Lehrzeit ist beendet, das Leben hat begonnen. Wie fühle ich mich? Ich kann fliegen und bin frei, da die ewige Suche beendet ist.

So bis dahin …

von

You Are You

10 Lesermeinungen zu „magnetisches Herz

  1. Cathy

    „In irgendeiner Fachzeitschrift, meine ich gelesen zu haben, dass man immer dazu neigt, die gleichen Menschen zu finden.“

    Hihi das hätte ich dir auch ohne Fachzeitschrift sagen können. Wobei man oft glaubt, nicht den selben Typ Mensch gefunden zu haben. Ich frage mich auch warum dass so ist. Es lässt einem grübeln, aber da kommen wir wieder zu dem Aspekt: braucht gleichgesinntes auch gleichgesinntes? Oder ist es besser den Gegenpol zu finden. Bin ich da um zu ändern oder um geändert zu werden? Oder wird mir dass zu anstrengend.

    „All das, was in den vergangen Jahren so passierte, scheint sich wiedermal zu wiederholen. Hätte mir das jemand vor einem Jahr gesagt, hätte ich ihn für verrückt erklärt.“

    Hört sich für mich nicht gerade optmistisch an. Ich selber würde nicht gerne in dieser Lage stecken. Na ja wie man es dreht, eben.

    „Die Lehrzeit ist beendet, das Leben hat begonnen.“

    Ich denke die Lehrzeit des Lebens hört leider erst mit den Tode auf. Sind wir nicht da um etwas zu erledigen? Hm etwas unerfülltes, vergessenes, auf die Seite geschobenes? Vieleicht reicht es in diesem Leben dies zu erledigen, vieleicht erst nach dem Tode. So trägt jeder seinen Rucksack, leicht oder vollgepackt.

    So ein chaotischer Wortwechsel kommt wohl eher selten von mir. Man schreibt seine Gedanken auf, findet immer wieder andere Anhaltspunkte und entschwindet so dem Ursprünglichen. :O

  2. Axel

    Ob man Gleichgesinntes finden soll oder nicht, ist eine gute Frage.
    Auf der einen Seite ist es ja nett und relativ umkompliziert, wenn man sofort weiß wie man etwas meint. Aber ist es nicht auf der anderen Seite langweilig, wenn das schon alles kennt? Ich meine wenn man eine Zukunft plant, sagen wir mal so 40 Jahre vor sich hat und schon jetzt weiß, es wird sich nicht mehr viel ändern, nicht schon alles verödet?
    Dann lieber Gegensätze, welche sich anziehen. Das belebt alles und es bleibt spannend. Man muß sowieso jeden Tag kämpfen, egal in welcher Lage. Sonst fehlt auch irgendwo der Sinn, welcher wiederum einen Atrieb braucht. Der aber nicht da ist, wenn man schon alles hat.

    Natürlich lernt man das ganze Leben. Aber, man muß erstmal wissen, was man will. Dann kann man auch danach handeln. Irre ich planlos umher, weiß ich nicht was ich will und drehe mich im Kreis. Weiß man aber irgendwann, was man für Ansprüche hat, was man selber ist, dann kann man klar und geradeaus denken. Ich bin wie ich bin und werde immer in etwa die gleichen Schemen durchleben. Das ist mir bewußt geworden und ich kann damit sehr gut leben. Es macht mich auch zufriedener, da die Last des Suchens vorbei ist.

    Ich brauche mein Leben nicht zurecht zu biegen oder mich zu belügen. Ich weiß wer ich bin, welches Potenzial ich habe und wie ich drauf bin. Damit macht man sich keine falschen Hoffnungen und braucht sich nicht wundern, wenn man etwas nicht erreicht.

    Das bedeutet nicht automatisch Stillstand oder Abfinden mit etwas, nur ein gesteigertes Selbstwertgefühl. Das kann man nur selber lernen und es wird nie aufhören zu steigen, wenn man es nur will. Dann kann man auch Berge versetzen, auf seine Art und Weise.

    Ich verstehe dich schon. Es ist halt alles sehr spontan und ehrlich Cathy.

  3. Cathy

    Wie recht du hast, es ist anödend und stinklangweilig!!! Gleichgesinnt muss es aber irgendwie sein und trotzdem ein Gegenpol. Auf das WIE kommt es an. Aber das habe noch nicht mal ich heraus gefunden. Denn ich bin nicht so eine Kämpfernatur, oder hab es einfach satt, mein Leben lang zu kämpfen. Ist auch zermürbend. So weiss ich zwar was ich will in meinem Leben und werde mich sicherlich auch nicht mehr gross ändern (soviel zur These keine Kämpfernatur mehr sein wollen), aber plötzlich stehst du vor einer neuen Herausvorderung. Die macht dich platt und lässt dich von Neuem überlegen. Dein Leben ist stetig im Wandel, dein Selbstwert steigt und fällt, deine Lebenserfahrungen werden immer grösser. Man macht was daraus, war es richtig oder falsch? Vieleicht wird dir diese Antwort promt gegeben, vieleicht wartest du dein Leben lang. So lebst du mit deinen Erfahrungen weiter, ob sie richtig waren oder nicht.

  4. Axel

    Das Maß für das Gleichgewicht ist man doch selber. Du musst deine eigenen Grenzen, dich genau kennen, dann kannst du alles daran messen. Wenn mich an jemanden etwas stört dann kann ich es dann entweder hinnehmen und apzeptieren, oder eben versuchen mein Gegenüber zu überzeugen, damit es geändert wird. Ab wann man was akzeptiert oder versucht zu ändern, muß man danns elber wissen. Das macht die eigene Grenze aus.
    Leider kennen viele sich nicht selbst gut genug, um dies zu sehen. Erst wenn man mit Konsequenzen rechnet, ist es oft zu spät. Dann wundern sich viele, warum sind die jetzt so? Die Wurzel allen Übels bin immer ich und wie ich auf die Umwelt reagiere.

    Ich kann ja nicht einen Autohersteller verklagen, nur wiel die Abgase schädlich sind. Dann fahre ICH eben nicht mehr soviel mit dem Auto. Was kann der Giftmüll denn dafür, wenn er bei mir Krebs erzeugt, er wurde auch nur dort verklappt. 😉

    Wenn ich nicht weiß wer ich wirklich bin und weiß was ich will, nehme ich immer fremde Idenditäten an und wundere mich dann, dass man nicht so toll auf andere wirkt, weil man nicht sich selbst ist.

    Ich stimme dir völlig zu, man steht immer wieder vor neuen Herausforderungen. Ob man sie bewältigt oder nicht, ist später nicht wichtig, nur wie man herangeht. Was bringt mir das prinzipiell wenn durch eine Prüfung falle, sie wegen mir beim zweiten mal schaffe, wenn die Ursache z.B. Schlafmangel ist? Wenn ich durch selbstverschulden nur 4 h vorher geschlafen habe? Dann schaffe ich oft nur alles beim zweiten Anlauf. Würde ich den Ansatz schon verändern, würde ich mir dadruch vieles ersparen und viel weiterkommen als man selber glaubt. Das liegt aber an jedem selbst und dem eigenem Bewußtsein. Dieses kann man nicht von anderen bekommen, man muss gegen sich selber kämpfen. Wer das nicht sieht, kämpft ein Leben lang und erreicht nichts. Der Tod ist nicht das Ende. Das was man irgendwie im Leben bewirkt hatte, bleibt haften. Wer aber ewig suchte, der wird auf ewig vergessen werden. Es geht nicht um Heldentum, welches in der Ewigkeit erhalten belieb soll. Und sei es nur eine konsequente Lebenseinstellung, welche man an andere weitergibt. Man hat etwas getan und es ist bleibend.

    Soo, ich bin immernoch dafür Cathy, dass wir einen philosophischen Zirkel gründen sollten. Mir macht das jedenfalls eine Menge Spaß.

    So bis dahin …

  5. Cathy

    Ändere nie dein Gegenüber, versuche es auch nicht zu überzeugen….. es werden unweigerlich Trotzreaktionen zum Vorschein kommen. Bewusst oder unbewusst, dass zeigt sich bald. Und damit ist es unheimlich schwierig umzugehen. So wird deine Identität und die des Gegenübers verfälscht. Einerseits zwingt es dich, sich in sich zu kehren, ein Resume darüber zu erarbeiten, aber so was wieder rückgängig zu machen ist nach mir quassi unmöglich, bleibt doch immer ein Rest deiner Gefühle auf der Strecke. Darum komme ich gerne mit dem Spruch: „Auge um Auge, Zahn um Zahn.“ Dies rüttelt an jeder Standfestigkeit, lässt Veränderungen einfliessen, lässt wachsen, ergibt in jeder Lebenssituation neue Perspektiven. Vieleicht wird man etwas knorliger, verhärterter, verärmter, vieleicht auch einfühlsamer, verständlicher. Wo bleibt dass, was man bewirkt hat haften? In dir? In anderen Menschen? Ob negativ oder positiv. Es manifestiert sich, wird vieleicht so weitergelebt. Ist dies richtig? Würde jeder Mensch mehr in sich kehren, vorher überlegen, wären wir heute nie so weit. Solche Veränderungen wieder rückgängig zu machen, ist ein Untergang unserer selbst. Sicher wir sind da um zu wachsen, aber es gestaltet sich als schwierig, wenn es uns falsch anerzogen wurde, so kennen wir den wahren Wert nicht oder können ihn nur erahnen. So bleibt es eine Suche, die Suche des Lebens.

  6. Axel

    Wenn man einen Menschen erziehen will, dann sind es lediglich die Eltern und nur bis zu einem bestimmten Alter. Aber selbst dieses Erziehen sind nur gewisse Grundlagen, für das eigene spätere Leben. Es ist mehr oder minder eine Zwangsghemeinschaft, welche einem eine gewisse Zeit. Ja, nur eine gewisse Zeit. Denn oftmals entwickelt man sich ganz anders, als man mal war. Wohin weiß man nie. Man sagt ja immer so schön Umgang formt was auch stimmt.

    Wie sich Landschaften im Laufe der Zeit durch äußere Einflüsse verändern, so verändern wir uns mit. Warum lacht man über Jugendbilder, obwohl man es mal nett fand? Morgen sieht man es wieder anders. Es kommt immer darauf an, wieviel man auch sich selbst und standfest ist.
    Jeder ist für seine eigene Unzufriedenheit und Leere selber verwantwortlich. Daran rumzudoktern bringt rein gar nichts. Der eine merkt es schnell und der andere wenn es zu spät ist. Man muß oft einen Hut ausetzen können, der einem gefällt. Sofort kaufen und wieder raus aus dem Laden. Bohrt man zuviel nach, wird man unsicher und kann sich nicht entscheiden. Wenn man sich einmal irgendwo sicher ist, dann kämpft man auch notfalls dafür, wenn es mal anders ist als sonst. Aber nicht dagegen oder für eigene Zwecke, sonder lediglich, damit es wieder das wird, was es war. Es ist kein ändern, nur aufmerksam machen.
    Wenn ich mir jedesmal einen Kopf machen würde, wie ein Brot hergestellt wird, woher die Zutaten stammen … dann würde ich irgendwann panisch werden und jedes bis zur Unkenntlichkeit prüfen und nichts mehr haben, aber dennoch es brauchen.
    Manchmal muß man nur ein bißchen konsequent sein.

    So bis dahin …

  7. Cathy

    Die Eltern erziehen dich schon bis zu einem bestimmten Alter, denn ab da willst du nicht mehr erzogen werden. Aber es manifestiert sich und du gibst es weiter. Irgendwann ertappst du dich als Mutter oder Vater und denkst, ach ne jetzt mache ich es genau gleich wie meine Eltern. Du wirst so, wie du erzogen wurdest. Du änderst dich, wie du erzogen wurdest. Es ist in dir eingebrannt und prägt dich. Sicher gehört es dazu, dich im Leben zu ändern. Welche Stärken, welche Schwächen wurden dir mitgegeben? Ein Karusell, dass sich ewig dreht. Springst du ab, wirst du komisch angesehen, wirst du vieleicht sogar ausgeschlossen. Weil du eventuell nicht mehr dem Elternbild entsprichst, weil du deinen Weg gehen willst, oder musst. Als Elternteil solltest du das akzeptieren, die Gesellschaft akzepiert dies aber nur schwer. Ich bin froh und zugleich stolz, weiss ich nicht wohin ich mich noch entwickle. Die Konzequenz daraus, kann ich tragen und ich weiss wo meine Grenzen liegen. Die ist ein wichtiger Aspekt. Viele Menschen wissen es nämlich nicht und sind dann erstaunt, warum sie auf den Kopf fallen.
    So verhält es sich mit dem Brot, von welchem du erzählt hast. Nicht unbedingt du machst dir als erstes Gedanken darüber, nein deine Umwelt. Sie pflanzt dir irgendwelche unliebsamen Statistiken in den Kopf, lässt Gesetzte darüber schreiben und du wirst panisch. Es wird dir aufgebürdet, nun mach was du für richtig hälst, aber halte dich an die Regeln.

    PS: Wirklich genial können wir so unbefangen unsere Meinungen austauschen. Es regt zum Nachdenken an.

    Grüessli Cathy

  8. Anonymous

    Vorab: Ja ich finde es auch genial, wenn man so ganz unbezwungen Reden kann, dabei aber immer wieder zum Nachdenken angeregt wird.

    Alter Ausspruch, aber für mich auf vieles anwendbar und viel Freiraum für Interpretattionen: L’État c’est moi (Der Staat bin ich)

    Wären wir keine Menschen, würden wir uns vieles nicht anhand von Bildersprachen erklären und vor Augen führen. Stell dir einfach vor, du bist der Staat. Die Arbeitslosenquote sind z.B. deine Hobbies. Die Exportgüter sind deine Fähigkeiten und Gesetze sind deine eigenen Prinzipien. Nicht jeder Staat hat bestimmte Rohstoffe und ist auf Importgüter angewiesen. Nicht jeder Staat kann machen was er will und unter anderem gegen ein beliebiges Land Krieg führen. Man braucht Freunde, welche einem auch helfen und wir im Gegenzug ihnen.
    Man könnte natürlich noch ins Detail gehen, aber ich denke so handeln wir auch nur im täglichen Leben.

    Es gibt jedes Jahr neue Modeerscheinungen. Heute In und morgen Out. Morgen lache ich über heute oder lerne aus den Fehlern von gestern. Übermorgen übedenke ich alles und mache aus den Fehlern von damals neue Erkenntnisse und rehabilitiere es. Merke aber, es ist nicht wieder alles so, wie es mal war. Oft spielt die Erinnerung einem einen Streich, weil man oft nur die schönen Seiten behält und den Rest verdrängt. Emotionen entstehen und die Gefühle können täuschen. Das ist das Ziel, was kein Ziel ist.
    Hätte ich nie Fehler gemacht, hätte ich vieles nicht gelernt. Hätte ich Fehler nicht gemacht, dann würde es mir heute besser gehen. Man kann es einfach nicht sagen und kann nur den Tag, den Augenblick sehen.

    Wichtig ist nur, man muß selbst leben und darf sein Befinden niemals von anderen abhängig machen. Das kann fatale Folgen haben, denn Welten stürzen komplett ein und innere Leere erdrückt einem.

    Hm, ich schließe mit einem Satz von Atrus, aus Myst-III-Exile ab: Natur fordert gegenseitige Abhängigkeit!
    Steckt auch etwas dahinter.

    So bis dahin …

    P.S.: Ich hab den 111. Kommantar geschrieben. Oje, das wird ja wieder eine Runde! 😀

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