Soundcheck

Es ist alles nur eine Frage, wie man an den Knöpfen dreht und schon funzt der Verstärker wieder. Hurra!

Ok, neue Saiten müssten auch mal wieder drauf und jene mal wieder neu justiert werden. Spielt sich einfach nur beschissen, wenn die Saiten zu hoch sind.

Zum Verstärker und dieser Gitarre gibt es natürlich auch noch eine kleine Geschichte zu erzählen. Erstmal zum Verstärker. Des ist ein Hughes & Kettner Attax 100 (Head) der ersten Bauhreihe noch. Gekauft hatte ich den damals in Halle im Charlottencenter. Gekostet hat der exakt 1.558, 20 DM; hab den Kaufbeleg heute noch. Kumpel als armer Student mit dem Trabbi gefahren und ich als lukratives Überfallopfer, mit 2.000 DM im Portemonnaie. Hmm, war ich gerade so 18 Jahre alt und es kam der Spruch: Wie wäre es, wenn du dir mal lieber eine neue Hose kaufen würdest? 😆
Naja, ich wollte halt laute Musik machen und das war wichtiger als Klamotten. Im Laden angekommen, durften wir sämtliche Instrumente und natürlich auch Verstärker probieren. Die nette ältere Verkäuferin war wohl von uns beiden begeistert und wir spielten und spielten. Beim Kumpel bildete sich dann sogar ein kleiner Halbkreis mit Zuschauern. Im Gegensatz zu mir, ich war damals einfach nur Heavy veranlagt und wollte nur Krach machen und growlen, zauberte er z.B. Angie von den Rolling Stones. Sowas schindet natürlich Eindruck. *gg*
So, Axel wie immer schon ungeduldig beim Einkaufen. Wenn der Hut passt, bezahlen und raus aus dem Laden. Ich entschied mich für den oben genannten Verstärker und die Verkäuferin holte einen kleinen Hubwagen, um den zum Auto zu fahren. Aber das war auch so ne Sache. Wir wussten nicht mehr wo das Auto stand. Die arme Verkäuferin musste den Klotz nun durch die ganzen Parkdecks chauffieren und wurde irgendwann komisch. Vielleicht dachte die ja, wir veralbern sie und wollend as Ding so mitnehmen. Aber dann fanden wir doch die olle Pappe wieder und diskutierten, dass das Ding da niemals reinpasst. Die Dame zählte dann auf, was sie früher alles damit transportiert hat und dass es reinpasst. Und tatsächlich, auch wenn es Millimeterarbeit war, passte es rein. Wieder im Laden und bezahlt. Die Blicke … ich meine es kommt nicht mal einfach jemand mit soviel Kohle in ein Geschäft. Noch Zubehör mitgenommen und bezahlt und gen Heimweg. Naja, ein bißchen hing das Auto schon durch. Aber es war vollbracht und ich hatte endlich auch so eine große Krachmaschine.
Neben mir haben so manch andere schon damit geklimpert. Einmal war es Eule von MANOS als er mir im damaligen Jugendclub „Evasion“ beibringen wollte. Das war da, als wir die Schmerzgrenze testeten und das Ding bis zum Anschlag aufdrehten und ein Bierglas aus dem Regal fiel. Naja, das Lied hatte ich damals nicht wirklich kapiert, aber wir hatten unseren Spaß. Übung macht den Meister und es ging ja später dann. Achso ja, ATC hatte den auch mal gehabt. Die guten alten Zeiten eben.

Zur Klampfe … ich wollte ne Neue haben und hatte sie einem Kumpel abgekauft. Das Argument war glaub ich: Wozu brauchst du eine Gitarre? Du kannst doch eh nicht spielen. Naja, war dann eben dann meine.

Jaja, so war das eben mal. Vor allem wenn man unbedingt ein bestimmtes Lied covern wollte und zu manchen Zeiten, sage und schreibe 8 STUNDEN geübt hatte. Zu erwähnen wären da diverse Lehrbücher, die bestimmte Zupftechniken erläuterten. Mir ging es irgendwann auf den Keks, Saiten zu nummerieren und mitzuzählen, wann ich welche spielen muss. Hab ich irgendwann einfach nicht mehr hingeguckt und es klappte.

Naja wie dem auch sei, es funktioniert nun wieder halbwegs und ich kann zur Abwechslung mal wieder härtere Sounds fabrizieren.

Jenau!

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