Lilienstein 1988

Mal wieder ein Selbstbildnis aus alten Tagen. Auch damals schon in Farbe. Anders als heute, machte man keine tausenden Fotos oder Selfies. Man musste noch einen Farbfilm kaufen, einlegen, ihn zum Entwickeln bringen. Das kostete noch Zeit und vor allem Geld.
Dazu kam noch, dass man mit einem Belichtungsmesser arbeitete, die Entfernung, Belichtung, SchĂ€rfe etc. an der Kamera einstellen musste. Mit etwas GlĂŒck, hatte man ein schönes Foto als bleibende Erinnerung. Und so ein Farbdia vom Lilienstein im Elbsandsteingebirge. Das ist genau gegenĂŒber von der berĂŒhmten Festung Königstein. Auf dem Lilienstein gab es einst auch eine Burg. Heute sieht man nur noch ein paar wenige Grundmauern.

(Diascan auf ORWO Color, privat)

Übervorneulich am Dreieck

Viele kennen das Stadtbild heute nur noch mit der Kreissparkasse. Diese gabs zwar zuvor auch schon, war aber nebenan. Der Platz war einfach nur leer und dort wurde bis einige Jahre nach der Wende Markt abgehalten. Zur Weihnachtszeit halt auch Weihnachtsmarkt mit diesen tollen MĂ€rchenbildern, welche auf den abgedeckten Springebrunnen gestellt wurden.

Hier eine Aufnahme aus dem Jahre 1988, mit Springbrunnen und der Jugendverkaufsstelle …

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(Bildquelle: privat)

Wie das damals wohl jeder so machte, war die Überspringung des Wasserbeckens eine Art Mutprobe. Tief wars ja nicht, aber oftmals ganz schön naß. 😀
Wo dieses Objekt im Bilde stand, befand sich wenig spĂ€ter der erste Geldautomat der Stadt Querfurt, in so nem aufgestelltem HĂ€uschen. Weiter unten war die NaturbĂŒhne, welche fĂŒr Veranstaltungen, am bekanntesten das jĂ€hrliche Pfingstreffen der FDJ, genutzt wurde.

P.S.: Im Winter konnte man am benachbarten Graben, wunderbar Schullerbahnen bauen. Manchmal reichten die bis runter zum Fernsehladen. Naja, bis sie dann gestreut wurden …

Heute, wenn ich mal da bin und in der warmen Jahreszeit Eis schlecke, denke ich daran. Pscht, wenn keiner hinschaut, springe ich da ĂŒber den heutigen kleinen Wasserfall.

1100 Jahre Fasching in Querfurt

In Anbetracht der Faschingszeit, sind wir heute mal krampfhaft lustig.

Einige werden sich bestimmt noch an die EhrentribĂŒne zur 1100-Jahrfeier von Querfurt erinnern. Stand unten an der Schule am Roßplatz, direkt auf dem Parkplatz. Nur fĂŒr die damalige Prominenz und die ĂŒblichen Möchtegerngesehenwerdenen.

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(Bildquellen: privat)

Na gut, manche wollen das heute vielleicht auch nicht mehr wissen. Schließlich folgte man etwas spĂ€ter damals dann zweckgemĂ€ĂŸ anderen Winden.
Ich erinnere mich noch an die VorbeimĂ€rsche zum 1. Mai, als ich noch ein Knirps war. Da war jedes Jahr auch so eine TribĂŒne aufgestellt. Jedes Jahr die gleiche Rede, nur die Zahlen wurden verĂ€ndert. Konnte man irgendwann mitreden und desöfteren machten wir uns auch darĂŒber lustig.

Auch heute gibts hin und wieder gleiche, inhaltslose Reden. Von roten DĂ€chern und Dachdeckern als Staatschef … Aber zum GlĂŒck ist im Gegensatz zu frĂŒher Dabeisein keine Pflicht mehr. Wenns peinlich wird, wird gleich abgehauen.

In diesem Sinne: So war das damals eben alles mal. Und wenn sie nicht gestorben sind, betÀtigen sie bis heute noch ihre Winkelemente.

Schönen lustigen Sonntag gewĂŒnscht! 🙂

Der Milchladen

Nix da mit Tetrapacks aus dem Supermarkt. Naja okay, die Kondensnmilch aus den „DreieckstĂŒten“ gabs schon.
Samstags frische Milch im Milchladen kaufen. Hier eine Aufnahme aus dem Jahre 1988; rechts im Bild zu erkennen …

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(Bildquelle: privat)

Aber Vorsicht beim Transport nach Hause. Der Aludeckel könnte beschĂ€digt werden. Der lĂ€ggore Spaß dauerte nur einen Tag, denn viel lĂ€nger war die Milch nicht haltbar. Aus heutiger Sicht lustig, wenn man an die entsprechende Menge im Einkaufsnetz denkt. Da passte sehr viel rein und sah aus wie ne fette Blase.

Prost! 🙂