Burggraben Burg Querfurt

Einen wunderschönen Samstagabend. Vielleicht erinnern sich ja noch einige an den Burggraben der Burg Querfurt, wie er mal in den 80’s ausgesehen hat?

Ja genau, haufenweise Grünzeug in Form von Efeu und Gestrüpp. Anfangs konnte man noch einen schmalen Trampelpfad bedienen und dann war es sozusagen ein Vietnam 2.0. Ohne Stock und Durchpeitschen war da kein Weg mehr in Sicht.

Hier ein Bild aus jener Zeit, als es noch halbwegs begehbar war.

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(Bildquelle: privat)

Ich erinnere mich noch, dass Anfang der 90’s eine Art internationales Workcamp auf der Burg zu Gast war und den Burggraben von Unrat befreite. Waren glaube ich sogar Schüler aus Tschechien, der Slowakei und einige andere.

Heute sieht man davon nichts mehr und kann seelenruhig durch den Burggraben spazieren. Bilder schießen und die Architektur in aller Ruhe studieren.
Na gut, die Mauer gen Bauernmuseum müsste zumindestens mal geprüft werden wie ich finde. Diese Eisspalten im Winter sehen irgendwie zerstörerisch aus.

Internationale Friedensfahrt Alt & Neu

Das kennt doch noch jeder oder? Volksfeststimmung am Straßenrand mit Wimpelketten, Bockwurst, Faßbrause und Bier. Man erwartete sehnsüchtig die Radrennfahrer und fieberte dann mit. UWE, UWE … oder OLAF, OLAF tönte es im Chor.

Ich selbst war später im örtlichem Fanfarenzug und hatte dann entsprechend einen Auftritt. Wenn die in der Nähe waren, kam ein händisches Signal von einem „Streckenposten“ und dann musizierten wir.

Nicht immer fuhren die durch Querfurt. Aber wenn, dann meistens an der „Phillipp Schule“ vorbei, die 90° Kurve nehmend, wo sich glaube ich immer ein paar Sportler bretterten. Meist wurde damals besonders der stürzende Klassenfeind hervorgehoben. Damals war da noch dieses olle Schlackepflaster. Bei Regenwetter wars besonders glatt. Wurde dann mal später extra für dieses Event asphaltiert. Denke ich jedenfalls mal.

Hier eine Aufnahme aus dem Jahre 1988 von der 1100-Jahrfeier für Querfurt. War zwar gerade keine Friedensfahrt, aber dieses Bild bot sich damals den Teilnehmern und Zuschauern. Im Vergleich zu heute: KRASS!

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(Merseburger Straße 1988 – Bild: privat)

Ja, auch ich wollte damals mal Friedensfahrer werden. Lange her.

Und wenn sie nicht gestorben wären, dann lebten sie noch heute.
Moment mal, da gibts doch einen aktuellen Artikel bei Wikipedia!?

Link: Friedensfahrt 2014

Zitat Wikipedia … Das bisher typische Friedensfahrt-Logo mit der Taube soll durch ein neues ersetzt werden. Laut Regec, der inzwischen im Senat des tschechischen Parlaments sitzt und Stadtrat von Cerná Hora ist, soll die neue Friedensfahrt nicht mehr an die Zeit der sozialistischen Propaganda erinnern …

Find ich prima! Schließlich gehts da ja auch um Sport und zum Glück heute nicht mehr um „Klassenfeinde“. Sowas gehört mehr in den Bereich Onlinespiele und nicht mehr in die Realität. So als freundschaftliche Bruderveranstaltung zur Tour de France & Co. würde ich mich auch wieder an den Straßenrand stellen und die heutigen Talente anfeuern. Wir brauchen wieder mehr Erfolgserlebnisse.
Leider führt es „derzeit“ noch nicht wieder durch Deutschland. Was nicht ist, kann ja noch werden oder? Wer keine Visionen hat, ist schon gestorben …

Fazit: Sport frei für ein freies Europa!

Meine erste Banane

Heute lacht man darüber. Damals war es eine nervige Angelegenheit. Viele Querfurter kauften hier ihre Südfrüchte. Manchmal gabs was, aber nicht für alle, wenn man nicht die richtigen Beziehungen hatte.
Und wenn es dann mal was gab, stand man Schlange.

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(Bildquelle: privat)

Der Obst – und Gemüseladen in der Querfurter Klosterstraße, mit Deko im Rahmen der 1100-Jahrfeier 1988.