1100 Jahre Fasching in Querfurt

In Anbetracht der Faschingszeit, sind wir heute mal krampfhaft lustig.

Einige werden sich bestimmt noch an die Ehrentribüne zur 1100-Jahrfeier von Querfurt erinnern. Stand unten an der Schule am Roßplatz, direkt auf dem Parkplatz. Nur für die damalige Prominenz und die üblichen Möchtegerngesehenwerdenen.

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(Bildquellen: privat)

Na gut, manche wollen das heute vielleicht auch nicht mehr wissen. Schließlich folgte man etwas später damals dann zweckgemäß anderen Winden.
Ich erinnere mich noch an die Vorbeimärsche zum 1. Mai, als ich noch ein Knirps war. Da war jedes Jahr auch so eine Tribüne aufgestellt. Jedes Jahr die gleiche Rede, nur die Zahlen wurden verändert. Konnte man irgendwann mitreden und desöfteren machten wir uns auch darüber lustig.

Auch heute gibts hin und wieder gleiche, inhaltslose Reden. Von roten Dächern und Dachdeckern als Staatschef … Aber zum Glück ist im Gegensatz zu früher Dabeisein keine Pflicht mehr. Wenns peinlich wird, wird gleich abgehauen.

In diesem Sinne: So war das damals eben alles mal. Und wenn sie nicht gestorben sind, betätigen sie bis heute noch ihre Winkelemente.

Schönen lustigen Sonntag gewünscht! :)

Der Milchladen

Nix da mit Tetrapacks aus dem Supermarkt. Naja okay, die Kondensnmilch aus den „Dreieckstüten“ gabs schon.
Samstags frische Milch im Milchladen kaufen. Hier eine Aufnahme aus dem Jahre 1988; rechts im Bild zu erkennen …

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(Bildquelle: privat)

Aber Vorsicht beim Transport nach Hause. Der Aludeckel könnte beschädigt werden. Der läggore Spaß dauerte nur einen Tag, denn viel länger war die Milch nicht haltbar. Aus heutiger Sicht lustig, wenn man an die entsprechende Menge im Einkaufsnetz denkt. Da passte sehr viel rein und sah aus wie ne fette Blase.

Prost! :)

Elbsandsteingebirge

Na, Urlaubsplatz schon mühsam ergattert? Verzeihung, wir befinden uns ja gerade im Jahre 1984. Da tickten die Uhren noch etwas anders im Osten.
Ja es gab sie auch schon, die privaten Unterkünfte. Sonst hätteste ja ohne die, gar keinen Urlaub machen können. Bissel teurer als die FDGB Ferienheime und durch Mundpropaganda bekommen. Hat aber dennoch immer Spaß gemacht. Kirschkuchenessen, die Alten holten Schwarzbier aus Kanistern im örtlichen Schwimmabd, Karlsbader Schnitte essen und Louis de Funes guggen mit den Vermietern.

Nein nein, nichts da. Nur auf der faulen Haut man ja auch nicht gelegen. Es wurde viel gewandert.

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Naja und wenn die Zeit und auch bissel Kleingeld übrig waren, ging es als Tagesausflug in die böhmische Schweiz. Naja ok, in der CSSR gabs mehr zu kaufen als bei uns. Für uns gabs dann eben Campino Bonbons und Pepsi Cola. Teuer, aber da freute man sich einfach darüber.
Jaja, alles mit dem Trabi!

Rückblickend wars immer sehr schön, wenn auch vieles heute nicht mehr nachvollziehbar ist.

Naja und das Elbsandsteingebirge hat ja 1989 nicht aufgehört zu existieren und ist heute schöner und attraktiver denn je.

Burggraben Burg Querfurt

Einen wunderschönen Samstagabend. Vielleicht erinnern sich ja noch einige an den Burggraben der Burg Querfurt, wie er mal in den 80’s ausgesehen hat?

Ja genau, haufenweise Grünzeug in Form von Efeu und Gestrüpp. Anfangs konnte man noch einen schmalen Trampelpfad bedienen und dann war es sozusagen ein Vietnam 2.0. Ohne Stock und Durchpeitschen war da kein Weg mehr in Sicht.

Hier ein Bild aus jener Zeit, als es noch halbwegs begehbar war.

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(Bildquelle: privat)

Ich erinnere mich noch, dass Anfang der 90’s eine Art internationales Workcamp auf der Burg zu Gast war und den Burggraben von Unrat befreite. Waren glaube ich sogar Schüler aus Tschechien, der Slowakei und einige andere.

Heute sieht man davon nichts mehr und kann seelenruhig durch den Burggraben spazieren. Bilder schießen und die Architektur in aller Ruhe studieren.
Na gut, die Mauer gen Bauernmuseum müsste zumindestens mal geprüft werden wie ich finde. Diese Eisspalten im Winter sehen irgendwie zerstörerisch aus.