Als ich fortging

Der Grund dieser Gedankenschnipsel, sind Beobachtungen meines Umfeldes. Man könnte schon meinen es passiert schon täglich, das man sich einfach so trennt. Scheinbar sind es häufiger Frauen, aber das sind meine Beobachtungen und an diesen Statistiken halte ich mich nicht fest.

Es sind normale Vorgänge, dass wenn man sich auseinanderlebt, nicht zusammenpasst, die Konsequenzen daraus zieht. Ich bin selber bin gegen überholte Beziehungsmodelle, das man nun krampfhaft, bis an das Ende der Tage zusammen sein muss. Wir leben nur einmal und sollten uns nicht unglücklicher machen, als es manchmal schon ist.
Es ist mehr eine Frage der Geschwindigkeit und Konfliktbereitschaft. Ich meine ich kann nicht bei jedem kleinen Fehler gleich das Handtuch werfen und mich einfach so davon machen. Es wird einfach nicht mehr geredet, sondern gleich gegangen. Natürlich sind alle Menschen Telepathen und können lesen, was der andere gerade denkt. Also ich weiß es ja nicht wie das bei anderen so ist, aber ich habe schon als Kleinkind von Mama gelernt, dass wenn ich Durst habe, den Mund aufmachen soll und es einfach nur sagen. Wenn mir jemand auf den Fuß trampelt, sage ich einfach nur Aua …
Egal wer es vollzieht, die Geschichten gleichen und ähneln sich immer wieder. Man ist superglücklich, schafft sich Eigenheime und wenn es einem zu gut geht, sucht man sich eine oder einen Neue(n). Und nein, es sind keine Abhängigkeiten untereinander, welche ein Problem sein könnten. Die Mehrheiten haben beide Arbeit und ein gesichertes Einkommen und brauchen den anderen nicht wirklich finanziell. Es ist viel mehr der übertriebene Egoismus in der Gesellschaft, der so vielen zu schaffen macht. Da hat jemand eine höhere Position in einer Firma, hat ein größeres Ansehen als anderen und schon ist scheinbar der Grund gegeben.

Wer denkt letztendlich an die eigenen Kinder? Die werden dann gemütlich hin – und hergeschoben. Je nach Freizeitgestaltung, gehen sie mal zu Mama und mal zu Papa, oder bei den neuen Eltern. Und die ganz krassen, meinen zu denken, man kann ja alles Gute behalten und wie bisher so weitermachen. Ist sich eigentlich noch jemand bewußt darüber, was man damit einem Menschen antun kann? Woher sollen die Kleinen noch Halt kennen, wenn sich ständig alles dreht und wendet? Der Mensch gewöhnt sich an alles, aber ob es immer so richtig ist, naja …

Diese teils schon radikal anmutenden Verhältnisse machen mir manchmal Angst. Man belügt sich nur noch, redet alles schön und dann schmeißt man sich gegenseitig weg, ohne Achtung vor einem Menschen und ohne Achtung vor dem Leben zu haben. Schmeißt sich weg wie ein beschriebenes Blatt Papier, was man vorher noch gemeinsam gestaltete.

Meine Güte, wenn ich mich so selber durch mein eigenes Leben denke, wieviele Fehler ich schon machte und auch heute noch begehe … Wenn man bei jeder Kleinigkeit gleich einen Strick um den Hals legt, dann würde es keine Standesämter und keine Beziehungen mehr geben. Wer ein perfektes Märchen sucht, wird das ganze Leben auf der Suche sein und ist einfach nur, sorry, dumm und naiv.

Das Leben ist jeden Tag voller Prüfungen. Ich kann der beste Motorradfahrer sein und nie einen Unfall haben. Vielleicht zeige ich ja morgen jemanden mein Gefährt, der dann mit ner Kippe im Mund in den Tank gucken will und Rums, da geht die Pfeife los

Fazit: Ich hätte mindestens 5 Gründe, um Lady Reggae zu zerknüllen und sie bestimmt mindestens 10 Gründe, um mir Paroli zu bieten. Man könnte sich das Leben auch mit einem Bonuslevel noch schwerer machen. Hmm, nöö! *drrrrrück* Hab dich LIEB

Als ich fortging …

(Original: Dirk Michaelis)

Die Moral von dieser Geschicht, wegrennen lohnt sich nicht!

Jenau!

Totenmond in Röblingen

Wie gestern versprochen, kommt nun der 2. Teil meiner Videoschnipsel. Dieses Material handelt ausschließlich von der süddeutschen Combo Totenmond, welche die Headliner waren.

Auch hier fällt mir eine kleine Begebenheit dazu ein. Es muss so um 1997-1998 gewesen sein, als wir an einem Wochenende in unsere damalige Stammkneipe einkehrten. Diese liegt geographisch gesehen günstig, sodaß bei diversen Events immer mal unbekannte Wesen auftauchten, um sich ein Bierchen zu gönnen. Normal halt!
Eines Abends saßen wir auch dort und ich an der Theke. Eine mir unbekannte Person saß neben mir und wir kamen ins Gespräch. Es war schon eine etwas späte Stunde und so ganz nüchtern schienen wir alle nicht mehr zu sein. Ich unterhielt mich ne ganze Weile mit dem Typen und irgendwann kamen wir auf das Thema Musik. Ich erzählte ihm, dass ich Gitarre spiele. Er meinte dann, er spiele auch Gitarre und ist dazu noch der Sänger von „Totenmond“. Ich dann innerlich nur so, entweder ich habe zuviel intus, oder der will mich gerade verarschen. Beides war nicht der Fall, denn er war mit einer mir bekannten Freundin bei uns im Ort gewesen. Damals waren sie noch nicht soo bekannt, obwohl es die Band ja eigentlich schon seit den 80-iger Jahren gibt. Damals erschien ihr Debütalbum Lichtbringer.

Um so mehr freute es mich, die Band nun mal nach langer Zeit zu sehen. Ich denke mal meine Begegnung damals wird sicher längst vergessen sein. Ist aber immer wieder nett, welche Zufälle es manchmal gibt.

Die Musik war gut und wir standen direkt davor und waren voll dabei. Vom verteilten Wodka der Band konnte ich allerdings keinen Gebrauch machen, da ich fahren musste. Aber Spaß hat es natürlich ohne das Zeugs gemacht! Ich sage nur „Hey => Hey … Hey => Hey … im Chor“

Jenau!

GRINDABALOOZA 2008

Erster Part vom 5. GRINDABALOOZA Festival in Röblingen. Hab nur am Tag 2 etwas gefilmt. Es war eher klein, aber dafür familiärer als die großen Brüder der Open Airs.

Wie eigentlich immer so üblich, entstehen bei solchen Events diverse Geschichten, welche man sich später immer mal wieder gern erzählt.
Da wäre die von dem jungem Mann, der seine Mama anrief, damit sie im nochmal ein Sixpack Bier vorbeibringt. Oder andere haben eben gerade kein Kleingeld mehr und wollen am Bierwagen mit der Kreditkarte bezahlen. Dann wird schonmal lauthals die Geheimnummer der Kreditkarte rausposaunt. 😆
Und ja, die Brummer, auch als Junikäfer anwesend, waren teils sehr nervig, wenn sie einen umschwirrten. Von den Mücken rede ich mal nicht. *immernochjuck*
Unweit von uns, im gleichen Ort, war übrigens auch ein Event. Dort wurde volkstümliche Musik zum Besten gegeben. Im übertragenen Sinne, Karneval der Kulturen. *g*

Alles nicht so wild und Spaß muss auch mal sein. Nun heißt es wieder stinknormaler Alltag, mit allem was dazugehört.

(Teil 2 folgt später)

Jenau!

natürliche Grenze

Nicht jeder Mensch hat das Glück zu wissen, wo genau seine Grenzen sind. Bei mir heißt das heute und die nächste Zeit, Rauchen verringern und vor allem keinen Alkohol trinken. Ich könnte es ja nun auf das Wetter schieben und dahingehend etwas unternehmen, aber was bringt mir das? Ob dann der Husten, der schwere Atem und vor allem das spontane Nasenbluten nachlässt? Ich denke mal nicht!
Würde ich dies nicht beachten, würde ich ganz unscheinbar zusammenklappen und auf der anderen Seite der Welt weiterleben. Das ist wie mit dem Heiraten … wenn überhaupt, sehr viel Zeit lassen und eigentlich gar nicht. Hab ich jetzt nicht wirklich Lust darauf.

Nun denn, dann bin ich heute der Fahrer bei Teil 2 des Festivals. Und wenn man nun Cola trinkt, heißt es ja nicht, dass es weniger lustig wird. Kann ich wenigsten in alle Ruhe heute filmen und mal sehen, einen Mitschnitt ins Netz stellen.

Jenau!

Mr. Broccoli

Wer Star Trek TNG kennt, wird um diesen nervösen, im Redefluss gehemmten Menschen nicht drumherum kommen. Die einen belächeln ihn, die anderen haben permanent Mitleid und versuchen zu helfen und andere tun ihn als Spinner ab. Im Endeffekt stellt sich aber heraus, der Mensch hat ungeahnte Fähigkeiten, ist ein ganz lieber Mensch und immer da, wenn er gerufen wird.

Dieser Mann kam mir von Anfang an so schrecklich bekannt vor. Als ich anfing mein Bewußtsein dafür zu öffnen, war ich irgendwie Gene Roddenberry & Co. dankbar, diesen Typ Menschen in die Serie einzubinden. Warum? Weil ich auch zu dieser Gattung gehöre.

Wiebitte? Der macht doch Videos, quatscht stundenlang am Telefon, Skype oder TS? Davon merkte ich nie etwas.

Nun, das mag wohl daran liegen, dass dieses Tabuthema ein völlig falsches Licht in der Öffentlichkeit hat. Aus Sicht eines Betroffenen kann ich nur sagen, es ist wie bei einer Sucht. Einmal davon betroffen, trägt man dies ein ganzes Leben herum. Man kann trocken werden, läuft aber der Gefahr über, es jederzeit wieder zu werden.

Als gesichert gelten
Demosthenes
Isaac Newton
Gareth Gates
Notker Balbulus
Scatman John
Winston Churchill
Bruce Willis

Quelle: Wikipedia

Man kann dies natürlich mit den verschiedensten Methoden abstellen bzw. eindämmen. Das ist von Fall zu Fall verschieden. Restspuren bleiben aber dennoch erhalten. Man kann zwar wieder fliesend reden, hat aber noch gewisse Mechanismen in sich.

Ich kenne es sehr gut, wenn man von Menschen als „hohl“ bezeichnet wird. Oder man nimmt doch irgendwelche Drogen, weil man eine eigenartige Satzstruktur hat. Man hat natürlich Minderwertigkeitskomplexe und ist natürlich geistig etwas unterbelichtet, wenn man mal zu etwas nichts sagt. Oder es gibt Menschen, die es schon merken, aber einen ständig wie ein kleines Kind behandeln und meinen man müsse Mitleid haben und einen ständig verbessern.

No, no, das ist der falsche Weg kann ich nur sagen. Der Vorteil bei Legasthenikern, ich meine die Echten und nicht die Pseudos, die sich nur hinter ihrer Faulheit verstecken, können heutzutage auf diverse Schreibhilfen am PC setzen. Leute wie wir nicht! Wir haben keinen Chip im Hirn, der uns verbessert.
Es kann für einen grausam sein, wenn man etwas sagen möchte und kann es nicht, oder kann es nicht so rüberbringen, wie man möchte. Dann verhält man sich genau wie ein Legastheniker und wird schlichtweg wütend. Ich kann dieses Verhalten verstehen, es rechtfertigt es aber im Endeffekt nicht.

Was wirklich hilft, sich seinen Ängsten zu stellen, sich so zu akzeptieren wie man ist und natürlich daran arbeitet. Es gibt immer einen Weg, etwas zu überwinden. Es mag lange dauern und steinig sein, aber es geht. Siehe die Namen weiter oben, sie haben genau das getan, was ihr Problem war und sich dessen gestellt und eine Menge bewirkt in ihrem Schaffen. Ganz klar Respekt!

Ich hatte als Kind angefangen zu singen. Konnte es damals richtig gut, heutzutage, naja ok, nur das man noch weiß in welcher Strophe man sich befindet wenn man Gitarre spielt. Ich habe mich immer gestellt, was mir Probleme machte. In der Schule freiwillig Vorträge gehalten, in der alten Zeit u.a. eine Ansprache beim Fahnenappell vor der gesamten Schule gehalten, die Ansagen unserer alten Band gemacht und irgendwann halt in diversen Onlinekommunikationsmitteln mitgeredet. Ich habe so viel über mich gelernt und wo das Problem seine Wurzeln hat. Kommt Streß auf, so kann mein Gehirn bestimmte Prozesse nicht mehr verarbeiten und es passiert. Man wägt ab, wo man sich wohlfühlt oder nicht und handelt danach. Das mag wohl einer der Gründe gewesen sein, warum ich mich bei bestimmten Onlinegesprächen ne zeitlang erst im Umfeld informiere und dann erst mitmische.

Nein, es ist kein Wegrennen. Es ist eben nur so, Leute sind oft Heuchler und meinen sie verstehen dich. Ich habe zuviele Erfahrungen damit gesammelt und prüfe auf Herz und Niere. Ist es nicht gut für mich, bin ich einfach unter den falschen Leuten für mich.

Und nein, ich muss nicht gegen irgendwas ankämpfen. Weder gegen mich, noch gegen andere um sie zu bekehren. Es gibt zu jedem Topf einen Deckel, mit einem gewissen Feingefühl. Den sucht man nicht, das ist einfach so.

Unwissenheit schützt niemanden vor seinen Taten. Wer leichtfertig etwas verurteilt, mit Parolen oder Hetzkampagnen kommt, man sei nur doof, der passt meiner Meinung sehr gut in dieses Schema und ist einfach nur rotzlöffelblöd. *würg*

Egal wer welche Sorgen und Ängste hat. Ich kann nur jeden raten sich denen zu stellen, offen darüber zu reden und daran zu arbeiten. Ich kann nur aus Erfahrung sprechen, es gibt so viele wunderbare Menschen auf dieser Erde, die dich verstehen werden und dich so akzeptieren wie du bist. Vergiss den Rest einfach und verbanne ihn aus deiner Gedankenwelt und denke nicht darüber nach.

Auch wenn es hier nicht alle lesen, aber ich muss es mal erwähnen. Da wären Menschen wie der alte Freund mit dem roten Auto und seiner Lady Pfefferminzlikör, der kleine Mann der kürzlich sein Regenfass nicht voll kriegte, der Besitzer vom Lord Ulli, die Lady Reggae … das sind Menschen, die einfach nur da sind und diese Thematik nicht wirklich am Herzen liegt. Es zählen ganz andere Dinge.

Und natürlich die 3 Damen vom Grill, welche ich vorwiegend über das Netz kenne und selbstverständlich mehr als nur virtuelle Gesprächspartner sind. Das wäre die Dame, welche die originalen Stollen liefert, die Dame welche mit Handarbeit etwas bewegt und natürlich jene, welche mit Musik immer so schön verbindet und jene, welche mit Musik verbinden kann.

Aus meiner Sicht waren Freunde für mich schon immer die einzig wahren Geschwister. Wie es da so üblich ist, wird auch mal Tacheles geredet und etwas angeprangert. Aber auch gerade dieses, möchte ich mehr mehr missen.

Und schon ist alles Unheil verflogen, der Broccoli verspeist und alles geht glücklich gen Zukunft!

Jenau!